Gewinne im Gemeindewald Steinacker

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Von hrl

Do, 04. Januar 2018

Auggen

Der Gemeinderat Auggen genehmigt den Forstplan für das Jahr 2018 / Wichtige Einnahmequelle.

AUGGEN (hrl). Eine wichtige Einnahmequelle für den kommunalen Haushalt der Gemeinde Auggen ist der Gemeindewald Steinacker mit einer Holzbodenfläche von 73 Hektar. Forstdirektor Michael Kilian informierte jüngst in der Ratssitzung, dass er für das Wirtschaftsjahr 2018 mit einem Überschuss von 15 465 Euro rechnet. Den Betriebsplan der Unteren Forstbehörde Breisgau-Hochschwarzwald begrüßte der Gemeinderat einhellig.

Vorgesehen ist im kommenden Jahr ein Einschlag von 750 Festmetern Holz, was exakt dem jährlichen Soll entsprechen würde. Man hoffe auf einen Erlös aus der Holzernte von etwa 63 000 Euro, so der Forstdirektor. Inklusive der jährlichen Jagdpacht von 300 Euro und Verrechnungserlösen aus anderen Betriebsteilen in Höhe von 3600 Euro lägen die Einnahmen damit bei 66 465 Euro. Demgegenüber werden Ausgaben in Höhe von 51 000 Euro veranschlagt. Bei den Ausgaben machen sich insbesondere die gestiegenen Kulturkosten von 13 500 sowie für Bestandspflege in Höhe von 6000 Euro bemerkbar. Aufgrund der Erhöhung des Hiebsatzes und dem nach wie vor sehr attraktiven Preis für Eichenstammholz fällt der Überschuss dennoch höher aus als in den vergangenen beiden Jahren, wenn er auch weit entfernt ist von den Traumergebnissen früherer Jahre.

Beide Entwicklungen – erhöhter Einschlag, vor allem bei alten Eichen und höhere Kulturkosten – sind Folge des im März 2017 verabschiedeten Plans zur Forsteinrichtungserneuerung. Diesem zufolge sollen Flächen mit Alteichen-Überhang über die kommenden 50 Jahre durch die Anlage von Kulturen kontinuierlich verjüngt werden, also um etwa sieben Hektar pro Jahrzehnt. Mit einem Altholzüberhang mit bis zu 200 Jahre alten Eichen auf einer Fläche von etwa 35 Hektar droht sonst das Gleichgewicht zwischen alten und jungen Bäumen in Schieflage zu geraten. Denn bei den nachwachsenden Bäumen machen die Eichen nur noch einen geringen Prozentsatz aus.

Kilian gab auch die Zahlen für das Forstjahr 2016 bekannt: Einem Erlös von 48 500 Euro stehen demnach Ausgaben in Höhe von 33 200 gegenüber. Es konnte somit ein Überschuss in Höhe von 15 300 Euro erzielt werden.

Sehr positiv sieht es auch für das Forstjahr 2017 aus: Hier erwartet der Forstdirektor einen Überschuss von knapp 20 000 Euro. Mit 1089 Festmetern Holz sei der Einschlag um über 25 Prozent höher gelegen. Grund dafür sei der Verkehrssicherungshieb entlang der instand gesetzten Straße zwischen Auggen und Feldberg, bei dem vor allem Eschen geschlagen wurden.