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03. März 2010

Glottertäler Ehrenbürger beeindruckt in Sigmaringen

Franz Gluitz, der langjährige Pfarrer und Dekan in Glottertal, zeigt sein künstlerisches Schaffen .

  1. Ein Holzpferdchen, 1987 geschnitzt im Priesterseminar St. Peter, war der Start des künstlerischen Schaffens des Glottertäler Ehrenbürgers Pfarrer Franz GluitzEin geschenkter Malkasten als Ansporn, sich mit der Malerei aktiv zu befassen, Franz Gluitz erinnert sich dankbar daran. Foto: Bernhard Würzburger

GLOTTERTAL. Es war ein besonderer Tag für den Glottertäler Ehrenbürger Pfarrer Franz Gluitz: Erstmals wurde sein gesamtes künstlerisches Schaffen der Öffentlichkeit vorgestellt. Seine Bilder und Holzschnitzarbeiten sind bis zum 18. April im Gemeindehaus St. Fidelius in seiner Wahlheimat Sigmaringen zu besichtigen. Bei der Ausstellungseröffnung mit dabei war auch eine kleine Abordnung aus dem Glottertal.

Über die musikalische Umrahmung des morgendlichen Gottesdienstes und der Ausstellungseröffnung am Nachmittag durch die Zither- und Gesangsgruppe der Trachtenkapelle Glottertal freute sich Gluitz ganz besonders. Und über das überwältigende Besucherinteresse sowieso. Bis auf den letzten Platz war das Gemeindehaus schon bei der Begrüßung durch Stadtpfarrer Karl-Heinz Berger besetzt. Gespannt folgte das Publikum der Einführung durch Franz Gluitz und der anschließenden Meditation durch Gerd Bantle. Die zentrale Botschaften signalisierten, dass Pfarrer Gluitz mit seinen Arbeiten zeigen möchte, dass es auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsprozess viele Möglichkeiten gibt, sich kreativ zu beschäftigen und das Interesse an der Welt, der Kunst und den Menschen wach zu halten. "Vielleicht entdeckt man eine Begabung, die man bisher gar nicht kannte oder die nie zum Zuge kam", meint Pfarrer Franz Gluitz.

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Er möchte also seine Mitmenschen dazu animieren, früh Begabungen und Interessen zu erkennen und zu erleben, getreu dem Zitat von Jesus Sirach: "Hast du in der Jugend nicht gesammelt, wie wirst Du im Alter etwas haben". Gluitz selbst begann 1987 im Priesterseminar in St. Peter mit der Schnitzerei. Diese Fertigkeiten verfeinerte er bei Ferdinand Elighofer in Heuweiler, dem er des Öfteren über die Schulter schauen durfte. 1988 wandte er sich auf Anregung auch der Malerei zu. Nicht als Kunst, sondern als in Form und Farbe ausgedrückte Empfindungen möchte er seine Werke verstanden wissen. Die Ausstellung, bis zum 18. April zu besichtigen, ist ein lohnendes Ausflugsziel für Menschen aus dem Glottertal, die ihren langjährigen Seelsorger besuchen wollen. Unter Tel. 07571/729860 sind mit ihm kostenlose Führungen zu vereinbaren.

Auch im Glottertal werden einige seiner Werke zu besichtigen sein: bei der 20. Hobbykunstausstellung am 16. und 17. Oktober in der Eichberghalle.

Autor: Bernhard Würzburger