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09. Januar 2012

Mit der Klarinette gibt es zum Spaß auch Gänsehaut

Jungmusiker Jakob Lindinger hat das goldene Leistungsabzeichen.

  1. Goldjunge Jakob Lindinger brillierte mit seinen Soli anlässlich der Lichterkonzerte Foto: Markus Zimmermann

GLOTTERTAL (mzd). "Gänsehautfeeling" hat Jakob Lindinger, wenn es bei Konzerten, wie bei den diesjährigen Lichterkonzerten, so "richtig gut funktioniert". Das gilt für den 17-jährigen Klarinettisten nicht nur, wenn er ein begeisterndes Solo spielt, sondern auch, wenn es im Zusammenspiel mit den Orchesterkollegen der Trachtenkapelle super harmoniert. Das ist dann ein Lohn des Übens, das zuletzt auch mit der bestandenen Prüfung für das goldene Jungmusikerleistungsabzeichen gekrönt wurde.

Musiziert hat der junge Glottertäler anfangs mit der Blockflöte und wechselte dann zur Querflöte. Da es aber im Unterricht nicht so harmonierte, wechselte er 2004 zur Klarinette, worüber er heute glücklich ist. "Im Orchester sind die Klarinetten der Ersatz für die Geigen, sie übernehmen die Hauptmelodie", erklärt Jakob Lindinger seine Freude an diesem Instrument. Außerdem sei die Klarinette "unglaublich flexibel, man kann unheimlich vieles Verschiedenes mit ihr spielen". Das spiegelt sich auch in seinem Repertoire wider, denn er mag sowohl Werke klassischer Komponisten, und da besonders Barockmusik, was er auch mit der anfangs gespielten Querflöte erklärt. "Ich spiele aber auch ganz gerne Klezmer oder Ähnliches", so Jakob Lindinger.

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Wöchentlich habe er eine halbe Stunde Unterricht, jeden zweiten Tag übe er mindestens ebenso lang, beschreibt er den Zeitaufwand, den er seinem Instrument widmet. Vor der Prüfung zum Leistungsabzeichen habe er sich intensiver vorbereitet, zumal auch noch ein theoretischer Teil zu bestehen war. Phasen, in denen er sich zum Üben zwingen müsse, seien eher selten, "weil Musizieren einfach Spaß macht". Sein Engagement im Musikverein erstreckt sich jedoch darüber hinaus. Jakob Lindinger gehört dem Jugendvorstand an und er leitet mit anderen die Registerproben des Nachwuchses. Zeit bleibt daneben noch für Sport, wozu auch das Fußballspielen im Verein gehört.

Konzentrieren muss Jakob sich jetzt jedoch vor allem auf die Abiturprüfung, die im Frühjahr am Erasmus-Gymnasium in Denzlingen für ihn ansteht. Beruflich will er sich anschließend eher auf dem technischen Feld orientieren, doch ist für ihn sicher: "Die Musik wird ein schönes Hobby bleiben, weil sie unendlich viel Spaß schenkt!"

Autor: mzd