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28. Juni 2011

Stimmung wie bei Rolling Stones

Schlager- und Volksmusiknacht auf Hartplatz des Sportvereins Glottertal mit 1000 Gästen / Reiner Kirsten trat mit FReunden auf.

  1. Foto: Roman Kiener

  2. Foto: Roman Kiener

  3. Foto: Roman Kiener

GLOTTERTAL. Egal ob nun "Eichberg"- oder "Reiner-Kirsten-Open-Air", die erste "Schlager- und Volksmusiknacht" auf dem sandigen Hartplatz des Sportvereins Rot-Weiß Glottertal überstieg jegliche Erwartung seitens der Zuschauer und Künstler. Selbst nach vier Stunden Dauerunterhaltung vom Feinsten hatten die gut 1000 Fans nicht genug. Kein Wunder, bei solch einem Star-Auflauf und einer malerischen Kulisse, die nicht nur in der Region ihresgleichen sucht.

Mittlerweile hat sich das sonst so beschauliche Glottertal zweifelsohne zu einem kleinen Mekka der Stars entwickelt. Gaben sich im vergangenen Jahr doch keine Geringeren als Frank Elstner und die Darsteller der TV-Serie "Tiere bis unters Dach" die Ehre, sorgte nun das Mega-Event am Fuße des Eichbergs für Furore. "Natürlich ist das hier in erster Linie ein Experiment, aber vielleicht ist dieser Abend der Beginn einer schönen Tradition", erklärte Glottertals Bürgermeister Eugen Jehle am Rande der Veranstaltung. Jedenfalls muss auch Petrus an diesem Abend ein Schluck vom "Roten Bur" genossen haben, denn anders war das laue Sommerlüftchen und perfekte Open-Air-Wetter nicht zu erklären. Diese Steilvorlage des Wettergotts verwertete das Trio "Ab und Zu", eine Abteilung "der Feldberger", sogleich mit Bravour. Dank knackig-zünftiger Volksmusik "von Hand gemacht" sprang der Funken sofort auf das Publikum über. Mit Titeln wie "Zeit für Fröhlichkeit" wäre alles andere auch eine Überraschung gewesen.

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Eine weitere Premiere feierte an diesem Abend das "Glottertäler Maidli" Annette Herbstritt. Die "Breisgauer Weinprinzessin" hatte nämlich auf der Starbühne ihren ersten öffentlichen Auftritt in ihrer Heimatgemeinde. Bürgermeister Jehle und Vereinssprecher Claus Vorgrimmler zeigten sich bei der offiziellen Begrüßung jedenfalls gerne mit dem hübschen Aushängeschild der Gemeinde.

Als im Anschluss Solo-Sänger und Entertainer Reiner Kirsten sich seinen Fans zeigte, brachen alle Dämme. Bei Ohrwürmern wie "So bist du" oder "Der Schäfer von Monte Castello" wurden dem charmanten Wunsch-Schwiegersohn selbst Texthänger sofort verziehen. Damit aber auch die Männer der Schöpfung nicht zu kurz kamen, wurde der fleischgewordene Traum aller männlichen Wesen engagiert. Deutschlands beliebteste Landfrau "Frau Wäber", die Claudia Schiffer und Heidi Klum in einem ist, sorgte mit ihrer unverblümten Art für einen Brüller nach dem anderen. Der Glottertäler Sportplatz wurde in eine einzige Lachsalve gehüllt. Besonders Bürgermeister Jehle, von ihr liebevoll "Glotterspatzl" genannt, hatte es der vorlauten Frau im besten Alter angetan. Glottertals Gemeindeoberhaupt kam infolgedessen auch nicht umhin, mit "Frau Wäber" ein Duett zu singen. "Drum denk bei jedem Schritt, der Hut muss mit", sangen sich die beiden "Turteltauben" gegenseitig zu. Kein Wunder, dass "Frau Wäber" Jehle schließlich zu einem Rendezvous im Glottertäler "Engel" überreden wollte. Nicht minder feurig ging es beim Auftritt der "Geschwister Hofmann" zu. Die beiden Partykanonen hatten mit ihren Hits zum Mitsingen das Publikum im Nu auf ihrer Seite. Auch dank erstklassiger Tanz- und Showeinlagen hielt es kaum einen auf seinem Platz. Die Menschentraube um die Bühne wurde immer größer.

Welch großer Fang Rot-Weiß geglückt ist, zeigte ein Blick in den Terminkalender der Stars. So hatten die "Geschwister Hofmann" am darauf folgenden Morgen im ZDF einen Live-Auftritt, während "Frau Wäber" in der ARD zu sehen war. Die Idee für solch ein Mega-Event im Glottertal hatte übrigens Erwin Schillinger, Vorsitzender des Sportvereins, bereits vor mehr als fünf Jahren. "Vor gut einem Jahr wurde es dann konkreter und mit einem solch kompetenten Partner wie Reiner Kirsten an der Seite war es ein Leichtes dieses Programm zusammenzustellen", erinnerte sich Schillinger.

Alleine zu Werbezwecken und zum Kartenverkauf habe er im Vorfeld der Veranstaltung mehr als 2000 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt. Viel Mühe und Arbeit, die sich auf jeden Fall gelohnt haben und im Jubiläumsjahr 2012 nach Wiederholung schreien. "Dann aber noch größer", versprach Schillinger. Eines ist jedoch sicher: Die Atmosphäre des "Reiner-Kirsten-Open-Airs" kann nur schwer getoppt werden, denn trotz Tischen und Bänken herrschte eine Stimmung wie sonst nur bei einem Konzert der "Rolling Stones".

Autor: Roman Kiener