Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
30. Dezember 2011
Zwölf Euro pro Hund mehr im Jahr
Die Gemeinde Glottertal hebt die Hundesteuer an / Gemeinderat Herbstritt bezweifelt, dass alle Hunde angemeldet sind.
GLOTTERTAL. Mehrheitlich beschloss der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die Erhöhung der Hundesteuer vom kommenden Jahr an um einen Euro monatlich. Von dieser einzigen Anhebung im Bereich der Steuern und Abgaben erhofft sich die Kommune Mehreinnahmen von rund 500 Euro.
Für "zumutbar" erachtet FW-Fraktionssprecher Konrad Hoch die Erhebung von 120 Euro an jährlicher Steuer je Hund. Zumal er diese auch als Gegenfinanzierung für das Aufstellen der Kästen für die Hundekotbeutel betrachtet.
Die Hundehalter würden somit für die Finanzierung von Infrastruktur zur Kasse gebeten, die direkt mit ihnen und ihren Hunden in Zusammenhang stehe. Bedauerlich sei, dass die gefüllten Beutel vermehrt in der Landschaft aufzufinden seien.
Das stellt auch CDU-Fraktionssprecher Karl-Josef Herbstritt fest. "Ich erkenne darin eine Trotzreaktion der Hundehalter darauf, dass sie jetzt noch mehr zur Kasse gebeten werden", erklärte er. Die Gemeinde müsse aufpassen, dass sie nicht Aversionen der Bürger erzeuge, indem an der Steuerschraube gedreht werde. Die Hundesteuer sei im Glottertal jetzt schon vergleichsweise hoch. Solche Reaktionen würden niemandem etwas nutzen und ihm sei der Kot ohne Beutel dann doch lieber auf dem Acker.
Werbung
Herbstritt plädierte vielmehr für eine Jagd nach nicht gemeldeten Hunden. "Es gibt in der Gemeinde eine größere Zahl von nicht gemeldeten Hunden und ein entsprechend hohes Einnahmepotenzial", behauptete er. Wenn alle zur Kasse gebeten würden, wäre auch Steuergerechtigkeit hergestellt. Karl-Josef Herbstritt und Fraktionskollegin Melanie Tritschler votierten gegen die Anhebung der Hundesteuer.
Autor: Markus Zimmermann
