Goldprämierter Nachwuchs

Wolfgang Scheu

Von Wolfgang Scheu

Sa, 11. August 2018

St. Märgen

Fohlenschau in St. Märgen: Die Schwarzwälder Kaltblutzucht macht weiter Fortschritte.

ST. MÄRGEN. Schwarzwälder Fohlenschau im Schwarzwalddorf, das ist immer etwas Besonderes – auch wenn sich St. Märgen in diesem Jahr wegen aufkommender Windböen auch von seiner stürmischen Seite zeigte. 62 Tiere wurden vorgeführt, Flicka von Dachs heißt das schönste von ihnen. Das Fohlen stammt aus der Zucht von Karlheinz Reichmann aus Weilheim.

Um den aktuellen Stand der Kaltblutzucht zu sehen, deshalb kommen erfahrene und jungen Pferdezüchter jährlichen zu dem Treffen auf dem Reitplatz zusammen. Auch viele Besuchern lockt es stets nach St. Märgen. In zwei Ringen wurden parallel die Fohlen und ihre Mütter präsentiert. Der zweite Platz – die Züchter sagen Reservesieger – ging an Karl Staiger aus St. Georgen mit Miro von Markus. Im stolzen Alter von 88 Jahren war der Züchter bei der Vorstellung selbst mit im Ring. Weit mehr als 70 Jahre jünger ist der Enkelsohn von Alfred Laubis aus Titisee. Zusammen seiner mit Mutter Christina führte der Junior ein Goldfohlen und den Sieger der Hengstnachzucht von Dony vor. Dabei trugen die Züchter – wie übrigens viele andere auch – traditionelle Bauernblusen und gaben so zusammen mit ihren Kaltblütern ein schmuckes Bild ab.

Bis zur Mittagspause herrschte strahlend blauer Himmel, dann fegte ein Sturmwind über die Hügel. Als die ersten Strohhüte über den Platz rollten und die Tiere nervös wurden, vollzogen die Organisatoren einen schnellen Umzug in die Weißtannenhalle. Ein Sturmopfer gab es allerdings: Eine Besucherin wurde von einem davonfliegenden Pavillon am Kopf getroffen und musste von den Sanitätern genäht werden.

62 Fohlen waren im Katalog, rund ein Drittel wurde mit Gold prämiert, für Zuchtleiter Manfred Weber ein deutliches Zeichen. "Eine herausragende Spitze mit breitem Mittelfeld. Wir haben tolle Fohlen mit sehr gutem Schritt gesehen. Die Zucht macht weiter Fortschritte", so sein Kommentar. "Sehr guter Nachwuchs von den Junghengsten Rosenkavalier, Dony und Markus", betonte auch Preisrichter Willi Kuri aus Waldkirch.