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13. Oktober 2011

Abschlag bei Tag und Nacht

"Golfing Night" in der Himmlischen Hölle das erfolgreichste Turnier des Jahres 2011.

  1. Zielgerichtet ohne Furcht vor dem Handicap: Golfen boomt im Hochschwarzwald. Wohin geht der Ball? Das interessiert auch die Flightpartner von Leo Kunzelmann (links), dem aktuellen Clubmeister. Foto: simoneit

GOLF. Der Winter rückt unaufhaltsam näher, das Ende der Golfsaison naht mit riesengroßen Schritten. Wer bis jetzt nicht erfolgreich durch die Himmlische Hölle auf dem Golfplatz in Titisee ging und sein Handicap verbessert hat, kann die Schläger getrost bis nächsten April in einer dunklen Ecke im Keller deponieren. 64 Wettkämpfe mit 865 Teilnehmern (davon 358 Gäste) veranstaltete der Golfclub Hochschwarzwald in dieser Saison.

An der Spitze der Beliebtheit rangiert eindeutig die vorgabewirksame Turnierserie "Golfing Night", die Pro Greg Cullen im Jahr 2010 initiierte. "Das Neun-Loch-Tunier wird besonders von Berufstätigen genutzt, die abends in sportlicher Atmosphäre über den Platz gehen wollen", erklärte dazu Guido Wehrle, Vizepräsident des Clubs. Zwei Mal pro Monat fand das Turnier in diesem Jahr statt. Die ersten drei Sieger pro Wettkampf erhielten für ihre gute Leistung Bälle, gesponsert von ortsansässigen Firmen. Waren es 2010 durchschnittlich zwölf Teilnehmer, konnte sich Betreuer Cullen in diesem Jahr über 18 Golfer pro Turnier freuen.

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"Nur keine Angst vor dem Handicap", rät der Ire, denn Training und Spielerfahrung in Wettkämpfen spiegeln sich schlussendlich auch im Ergebnis wider. Diese Sportveranstaltung am Freitagabend, die insgesamt 18 Mal ausgerichtet wurde, war in dieser Saison so erfolgreich, dass die Verantwortlichen des Golfclubs eine neue Regelung treffen mussten: Steht am Wochenende ein 18-Loch- Wettkampf an, entfällt das 9-Loch-Turnier. "Die Starterliste des Feierabend-Turniers war voll, beim anschließenden Turnier am Wochenende sah es dagegen manchmal dürftig aus", berichtete Barbara Kammerer vom Sekretariat.

Die beiden 18-Loch-Turniere Golf-Masters Südbaden (51 Teilnehmer) und die Golf-Friend-Trophy (38 Teilnehmer, davon 26 Gäste) folgen in der Rangliste der Beliebtheit auf Platz zwei und drei. Dabei verlangte die hohe Beteiligung am Mercedes-Turnier eine ausgeklügelte Organisation. " Das Interesse an dieser Veranstaltung ist jedes Jahr enorm, dieses Jahr haben wir wegen der hohen Nachfrage aufgestockt und deshalb die Startzeit verkürzt", berichtet Wehrle. "Dazu waren ständig Ranger auf dem Platz, die speziell dazu anhalten sollten, zügig zu spielen." Die Turnierserie "Tiger & Rabbit" richtet sich dagegen besonders an Anfänger, die als Hase (Rabbit) vom Tiger, ihrem Flightpartner, nicht gejagt, sondern auf dem Platz mit Tipps unterstützt werden und so die Scheu vor dem Wettkampf verlieren sollen. Fünf Mal bot der Club diese spezielle Wettkampfform an.

Mit einem nicht vorgabewirksamen Turnier an Ostern startete die Saison am 23.April, im Herbst folgte ein sehr gut besuchtes Oktoberfest-Turnier. Die Spielzeit endet mit dem Martinsgans-Turnier, danach wird der Platz für den Winterschlaf hergerichtet. Wintergrüns werden angelegt. Spielen darf dann nur noch, wer seine Golftasche trägt. Denn Trolleys und Cars sind dann in der Himmlischen Hölle verboten.



Autor: Heidrun Simoneit


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