Heiße Premiere in himmlischer Hölle

Heidrun Simoneit

Von Heidrun Simoneit

Fr, 10. August 2018

Golf

Beim Deka-Cup spielen auf dem anspruchsvollen Platz im Hochschwarzwald 50 Golfer um den Einzug ins Finale am Chiemsee.

GOLF (sim). 50 Teilnehmer aus 13 Clubs spielten beim Turnier im Rahmen des Deka Golf-Cups der Sparkasse Hochschwarzwald auf dem Platz in der Himmlischen Hölle um den Einzug ins begehrte Finale am Chiemsee. Zwölf Mitglieder des Golfclubs Hochschwarzwald gingen bei zeitweise großer Hitze an den Start. Über 18 Löcher wurde vorgabewirksam nach Stableford gezählt. Fünf Erstplatzierte erhielten am Abend bei der Siegerehrung symbolisch einen der roten Segeltuchrucksäcke, die die Reise Mitte September ins Golfresort Achental bedeuten.

Den Heimvorteil nutzen konnte Heidrun Simoneit (HCP 22,7), die als Nettosiegerin nach Bayern fährt. In der Bruttowertung gewann Dagmar Arzt (HCP 18,8, GC Obere Alp), die auf Bahn neun auch den Wettbewerb "Nearest to the Pin" für sich entschieden konnte. Der 18-jährige Oberrieder Alexander Zähringer (HCP 6,6, GC Freiburg) freute sich als Brutto-Sieger über den Einzug ins Finale. In der Klasse A Netto HCP bis 16,2 nahm Franz-Josef Illenseer (HCP 10,3) vom Golfclub Tuniberg den Rucksack entgegen. Gökan Balkis (HCP 38, VcG) schaffte in der Klasse C Netto HCP bis 27,1 den Einzug ins Finale.

Bei den Männern gewann Kurt Fischer (GC Hochschwarzwald) den Wettbewertung "Nearest to the Pin". Jutta Siebert (GC Breisgau) und Johann Zähringer (GC Freiburg) siegten auf Bahn drei beim Wettbewerb "Longest Drive". Siliva Hils (GP Oberstaufen-Zell) und Mathias Hils (GC Freiburg) gewannen bei der Sonderwertung "Nearest to the Dax". Auf Bahn 11 war eine Linie quer über die Bahn gezogen. Mit 2,26 Meter und 3,58 Meter schafften sie es am besten, in die Nähe der Markierung zu schlagen. Thomas Hellweg vom GC Hochschwarzwald gelang mit 40 Nettopunkten eine persönliche Handicap-Verbesserung von 54 auf jetzt 50. Der 77-jährige Neustädter erklärte nach dem anstrengenden Spieltag: "Heute bin ich zufrieden, ich hatte ein paar gute Schläge, andere waren katastrophal. Das Loch neun musste ich streichen. Drei Mal habe ich versucht, das Grün zu erreichen. Habe es aber nicht geschafft und dann festgestellt, es hat keinen Zweck." So ging es auch Clubmitglied Marco Behling: "Vor ein paar Tagen habe ich da noch ein Birdie (mit zwei Schlägen im Loch) gespielt. Heute habe ich das Loch gestrichen."

Sonne, Hitze, Wind, Regen – alle Wetterlagen durchspielten die Teilnehmer in der Himmlischen Hölle am Oberaltenweg mit sportlicher Gelassenheit. Jochen Brachs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hochschwarzwald, freute sich bei der Premiere über die durchweg positive Resonanz: "Der Platz war in einem guten Zustand, die Greenkeeper haben einen hervorragenden Job gemacht." Die Gäste, die zum Teil das erste Mal den Platz spielten, staunte über die Schwere der Anlage. Brutto-Sieger Zähringer spielt auf einem ebenen Platz in Freiburg und musste feststellen: "Man hat hier viel Hanglage, der Verlauf mancher Bahnen ist nicht einsehbar und teilweise extrem schwierig anzuspielen." Auch die sommerliche Hitze ist auf dem Platz nicht spurlos vorüber gegangen. Beim Anspielen auf die trockenen Grüns schoss mancher Ball weit über das eigentliche Ziel hinaus. Dazu verlangten besonders die neun Löcher vor dem Clubhaus wegen der engen Bahnen ein exaktes Spiel. Ob es eine Wiederholung (die Turnierserie wird an mehr als 50 Standorten in Deutschland ausgetragen) geben wird, dazu wollte Brachs nach der Siegerehrung noch nicht Stellung nehmen. "Aber es sich nicht schlecht aus."