Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
30. Juli 2008
Auch die B 31-West war Thema
Staatsminister Gernot Erler war in Gottenheim zu Gast / SPD-Politiker besuchte Bankfiliale und Traditionsbetrieb
GOTTENHEIM Vier Stunden dauerte der Informationsbesuch von Gernot Erler, Staatsminister im Außenministerium und Freiburger Bundestagsabgeordneter, in Gottenheim. Dabei war auch der Weiterbau der B 31-West ein Thema. Als Schlusspunkt des Besuchs trug sich Erler bei einem Empfang im Rathaus ins Gästebuch der Gemeinde ein.
Gemeinsam mit Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber und Vorstandsmitgliedern des SPD-Ortsvereins fand zunächst ein Gespräch mit Vertretern der Volksbank Breisgau-Süd statt, die auch eine Filiale in Gottenheim unterhält und so gemeinsam mit der ortsansässigen Sparkasse für die Versorgung der Bevölkerung vor Ort zuständig ist. Bei dem Treffen wurde deutlich, dass es in Zukunft immer schwieriger werden wird, ein so dichtes Filialnetz, wie es diese Banken heute noch unterhalten, aufrecht zu erhalten. Die Konkurrenz in Form von Direktbanken oder Banken, die Filialen nur noch in großen Städten haben, wachse. Dazu trage auch das Online-Banking bei. Es wurde in dem Gespräch jedoch betont, dass die Volksbank Breisgau-Süd weiterhin die Kunden direkt vor Ort betreuen möchte.Werbung
Die nächste Station von Gernot Erler war die Firma Metallbau Maurer. Die Schlosserei von Clemens Maurer ist erst vor kurzem von der Schulstraße aus sehr beengten Verhältnissen in die neue Produktionshalle in der Nägelseestraße umgezogen. Der Traditionsbetrieb, der sich in vierter Generation in Familienbesitz befindet, begann im Jahr 1896 als Dorfschmiede. Heute ist es ein Unternehmen mit 14 Mitarbeitern. Bei einem Gang durch die Produktionshalle erklärte der Inhaber verschiedene Maschinen und Produktionsabläufe.
Zum Abschluss des Besuchs von Gernot Erler folgte der Empfang im Rathaus. Vorrangiges Thema beim Gespräch mit den Gemeinderäten war der Weiterbau der B 31-West. Die Gemeinde Gottenheim befürchtet nach Fertigstellung des ersten Teilabschnitts der Straße ein wesentlich größeres Verkehrsaufkommen im Ort, das über die Bötzinger Straße und den hinteren Teil der Hauptstraße fließen würde, erläuterte Bürgermeister Volker Kieber. Insbesondere mit Blick auf das Neubaugebiet Steinacker/Berg wies er darauf hin, dass die Wege zur Schule und zum Kindergarten über die dann sehr stark frequentierte Bötzinger Straße führen würden und dort deshalb ein sehr hohes Gefahrenpotenzial vorhanden sei. Staatsminister Gernot Erler versprach, sich dafür einzusetzen, dass nach der Planfeststellung und der Aufnahme in den Verkehrswegeplan schon weit vor dem Jahr 2025 weitergebaut werden könne. Ohne Einigung über die endgültige Trasse und eine rechtskräftige Planfeststellung könne aber auch er nichts ausrichten. Weitere Gottenheimer Themen, wie die Verlegung des Sportplatzareals, sowie die Entwicklungsflächen der Gemeinde jenseits des Bahnhofgeländes wurden bei dem Treffen im Rathaus ebenfalls angesprochen.
Autor: Mario Schöneberg
