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21. Februar 2009

AHP Merkle setzt mit Neubau in Gottenheim auf Wachstum

Spatenstich für den neuen Betriebsstandort im Gewerbegebiet Nägelsee / Umzug aus March steht für 2010 an / Eigene Ausbildungswerkstatt geplant

GOTTENHEIM. Mit einem symbolischen Spatenstich wurde am Mittwoch der Neubau für die Firma AHP Merkle im Gottenheimer Gewerbegebiet Nägelsee begonnen. Das bisher in March ansässige Unternehmen, das mit Hydraulikzylindern den Weltmarkt beliefert, investiert in Gottenheim rund 7,5 Millionen Mark in seinen künftigen Firmensitz. Am, Spatenstich nahmen auch Renate Merkle und Gerhard Merkle sowie Christen Merkle von der Geschäftsführung der Firma teil.

Bis 2010 soll der knapp 5000 Quadratmeter umfassende Neubau fertig sein, der auch ein neues, modernes Hochregallager umfasst, da alleine rund 450 000 Euro kostet. Es ermöglicht mehr Produktion auf Lager und deshalb noch schnellere Lieferzeiten. Das Familienunternehmen will auch einen separaten Bereich für die innerbetriebliche Ausbildung einrichten. Diese Lehrwerkstatt ermöglicht eine optimale Ausbildung der Fachkräfte. Gleichzeitig verdoppelt AHP Merkle die Zahl der Ausbildungsplätze um bis zu sechs zusätzliche Stellen.

"Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, sondern nehmen unsere Zukunft in die eigene Hand", erklärte Geschäftsführer Christen Merkle zum Spatenstich. Er sieht in dem Neubau einen wichtigen Schritt, dem Lebenswerk seines Vaters Gerhard Merkle weiter zur Blüte zu verhelfen, die es in den vergangenen 35 Jahren erlebt habe. "Mit dem neuen Gebäude sichern wir uns wichtige Wettbewerbsvorteile und sind perfekt gerüstet, wenn die Wirtschaft wieder anspringt", erläutert er. Die im Unternehmen entwickelten Hydraulikzylinder seien weltweit gefragt. So stieg der Umsatz in den vergangenen beiden Jahren um satte 40 Prozent. Das in der Reihe "Bibliothek der Technik" erschienene Buch "Blockzylinder" hat AHP Merkle gemeinsam mit dem Verlag Moderne Industrie veröffentlicht und sieht darin einen Beweis seiner Anerkennung in Fachkreisen.

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In den neuen Räumlichkeiten verfügt AHP Merkle zukünftig über fast doppelt so viel Platz wie an seinem alten Standort in Hugstetten. Durch den Neubau kann AHP Merkle seine Prozessabläufe optimieren, da zukünftig alles unter einem Dach gebündelt ist, was früher auf mehrere Gebäude verteilt war. Der Neubau verbessert nicht nur die internen Abläufe, sondern auch die Kommunikation unter den Mitarbeiter. So wird auch eine Mischung von Denkzentralen und Kommunikationsinseln, wie die Kaffeebar und die Kaffeelounge, eingerichtet, um ein kreatives Klima zu schaffen. Die Entscheidung für Gottenheim fiel nicht nur wegen der räumlichen Wachstumsmöglichkeiten. Das Engagement des Bürgermeisters Volker Kieber habe mit den Ausschlag gegeben, sagte Merkle "Wir sind hier sehr herzlich empfangen worden".

"Die Mitarbeiter, die alle aus der Umgebung kommen und oft schon seit vielen Jahren bei uns arbeiten, sind unser größtes Kapital", erläutert Geschäftsführer Christen Merkle. Das Gebäude wird von einheimischen, mittelständischen Firmen realisiert. Die Koordination des Baus übernimmt die Carré Planungsgesellschaft aus Gutach-Bleibach, die auch das Gebäude entworfen hat. Dabei wurde auch auf eine umweltschonende Bauweise geachtet. Das Gebäude erfüllt die Förderkriterien der KFW-Bank nach dem KFW 60-Programmes und ist damit nahezu CO-neutral. Dafür sorgen die Baumaterialien, Solarzellen und Pelletsheizung.

Autor: bz