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25. April 2010 17:12 Uhr
Alarmübung: Feuer bei "AHP Merkle"
Großalarm für die Freiwilligen Feuerwehren aus Gottenheim, Bötzingen und Umkirch. Einsatzort war das Industriegebiet Gottenheim: Gemeldet wurde ein Brand in der Firma "AHP Merkle". Ander Übung waren 60 Einsatzkräfte beteiligt.
Am Samstag um 15 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. Dann ging alles ganz schnell: Innerhalb weniger Minuten traf die Gottenheimer Feuerwehr ein, kurz danach die Wehren Umkirch und Bötzingen sowie die Sanitäter des Roten Kreuz. Einsatzleiter Clemens Maurer machte sich vor Ort ein Bild von der Lage: In der Maschinenhalle war ein Brand ausgebrochen, mehrere Menschen waren von den Flammen eingeschlossen. Außerdem hatten sich einige Personen auf das Dach der Halle geflüchtet – auch sie mussten gerettet werden. Während die ersten Wasserleitungen gelegt wurden, machten sich Brandbekämpfer in speziellen Schutzanzügen daran, in die Fertigungshalle vorzurücken, um nach den Verletzten zu suchen. Parallel brachten die Bötzinger Feuerwehrmänner die Drehleiter in Stellung, um die Personen vom Dach zu holen. Alle Verletzten wurden von den Helfern des DRK in Sicherheit gebracht und medizinisch versorgt.
"Das Retten von Menschenleben hat höchste Priorität", erklärte Clemens Maurer im Anschluss an die Übung, "erst danach gehen wir daran, den Brand zu löschen, um größeren Schaden bei den Geräten in der Fertigungshalle zu verhindern." Mit dem Ablauf der Übung war der Einsatzleiter sehr zufrieden. In nicht einmal einer Stunde konnten die wichtigsten Aufgaben ausgeführt und alle Betroffenen gerettet werden. Für Maurer ist das ein Zeichen der guten Zusammenarbeit zwischen den drei Wehren: "Wir waren untereinander sehr gut abgestimmt."
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Natürlich müsse der reibungslose Ablauf gründlich geübt werden, schließlich gehe es für den einzelnen Feuerwehrmann darum, sich blind auf den anderen verlassen zu können, sagte Maurer weiter. Und sollte es tatsächlich einmal zu solch einem Ernstfall kommen, würden deutlich mehr Kräfte aus weiteren Gemeinden angefordert werden, womit die logistische Herausforderung wachse. Die Übung gab den Feuerwehrmännern auch die Gelegenheit, die vorhandenen Wasserleitungen zu testen. Entnommen wurde das Löschwasser aus zwei, entlang der Zufahrtstraße positionierten Hydranten, während eine Pumpe aus dem nahe gelegenen Gewerbebach rettendes Nass absaugte. Eine volle Stunde konnte somit Wasser aus allen Schläuchen verteilt werden, erklärte Maurer. Ein Großbrand sei sehr unwahrscheinlich, da ein ausbrechendes Feuer in sehr viel kürzerer Zeit gelöscht werden könne.
Dass es zu so einem Szenario hoffentlich nicht kommt, dafür sorgen zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen, die im ganzen Firmengebäude installiert sind. Dazu gehören vor allem Brandmelder, Rauch- und Wärmeabzugsvorrichtungen sowie ein Warnsystem, das die Feuerwehr automatisch alarmiert, erklärte Sascha Lauby von der Firma Merkle. Als Brandbeauftragter ist er für die Einweisung der Feuerwehrmänner vor Ort zuständig.
Gerhard Merkle schaute der Übung mit einiger Gelassenheit zu. In der über 35-jährigen Firmengeschichte habe es noch keinen Brand gegeben, erklärt der Geschäftsführer der Firma. Schließlich sei auch wenig brandbeschleunigendes Material im Gebäude. Zu sehen, wie schnell und gründlich der Einsatz ablaufe, sei aber doch sehr beruhigend, gab Gerhard Merkle zu und lobte die Arbeit die Feuerwehrleute.
Autor: axe
