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27. Februar 2010

Alles unter einem Dach

Der neue Stammsitz von AHP Merkle in Gottenheim.

  1. Viel Platz und große Fenster – das neue Firmengebäude von AHP Merkle in Gottenheim. Foto: Barbara Schmidt

108 Meter lang und 42 Meter breit ist der neue Firmensitz der AHP Merkle GmbH in Gottenheim. Er bietet rund 6000 Quadratmeter Nutzfläche und somit viel Platz für die 120 Mitarbeiter des familiengeführten Unternehmens, das Hydraulikzylinder entwickelt und produziert.

"Am Wichtigsten ist für uns, dass wir nun alles unter einem Dach haben", sagt Geschäftsführer Christen Merkle und führt aus: Am alten Standort in March-Hugstetten, an dem die Firma fast 30 Jahre lang ansässig war, war sie zuletzt auf vier Hallen verteilt. In den Büros herrschte drangvolle Enge. Kein Vergleich zu dem 7,5-Millionen-Euro-Neubau im Gottenheimer Gewerbegebiet Nägelsee: Hier teilen sich höchstens zehn Mitarbeiter ein Büro. Große Fenster lassen viel Licht herein und ermöglichen Ausblicke auf Schwarzwald und Tuniberg. Die Produktionshalle schließt unmittelbar an das Bürogebäude an. In der Mittagspause treffen sich Mitarbeiter aus beiden Bereichen in der Kantine im Erdgeschoss.

Die Wege sind kürzer geworden, so dass Merkle mit Recht auf Einspareffekte hoffen darf. Auch die Lagerkapazität ist gewachsen. Das größte der neuen Hochregallager ragt 18 Meter in die Höhe – der Turm ist von außen gut sichtbar – und fasst in seinen 95 Regalfächern jeweils drei Tonnen Rohmaterial, vor allem Stahl. Merkles Hydraulikzylinder sind hauptsächlich für den Werkzeug- und Formenbau, zu den Abnehmern zählt unter anderem die Firma Peguform im Nachbarort Bötzingen.

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Die große Wirtschaftskrise haben Merkles bisher gut weggesteckt. "Wir mussten 2009 keine Kurzarbeit anmelden", sagt Merkle und betont: Dass sie den schon 2007 und 2008 geplanten Neubau trotz der Krise durchgezogen hätten, zeige, wie optimistisch sie in die Zukunft blickten. Im Ausbildungsbereich will das Unternehmen sogar weiter wachsen. Derzeit lernen acht Azubis bei Merkle ihr Handwerk, seit dem Umzug in einer eigenen Lehrwerkstatt.

Dass der Umzug in den Weihnachtsferien geklappt hat, war für die beteiligten Bau- und Handwerksfirmen ein hartes Stück Arbeit. "Wegen der Witterung konnten wir erst 16 Wochen später anfangen", erinnert sich der Architekt Klaus Wehrle an den Baubeginn, der für Dezember 2008 geplant war, letztlich aber erst im März 2009 erfolgen konnte. Inzwischen ist bis auf die Außenanlage alles fertig gestellt.

Autor: bas