Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

19. Mai 2011

B-31-Befürworter wollen mehr Gehör

Gottenheimer Bürgerinitiative und Bürgermeister Kieber sehen das Ringen um einen Weiterbau der B 31 West einer kritischen Phase.

  1. Gemeinsam wollen sie mehr Interesse am Weiterbau der B 31 von Gottenheim bis Breisach wecken: Die Vorsitzenden der drei Pro-B 31-Initiativen (von links) Roland Näger (Bötzingen), Alexandra Dankert (Gottenheim) und Hans Mattmüller (Ihringen). Foto: mario schöneberg

GOTTENHEIM. Die Gottenheimer Bürgerinitiative (BI) für den Weiterbau der B 31 West, sieht entscheidende Wochen und Monate vor sich. Bei der Jahreshauptversammlung wurde diskutiert, wie man künftig mehr Menschen für das Thema sensibilisieren kann.

Das vergangene Jahr sei bei den Planungen der Bundesstraße 31 West zumindest nach außen hin sehr ruhig verlaufen, erläuterte Alexandra Dankert, die Vorsitzende der Gottenheimer Bürgerinitiative "go West". Daher wundere sie auch das geringe Interesse an der Versammlung nicht, meinte sie angesichts von nur 15 Mitgliedern und Gästen, darunter auch die Vorsitzenden der Partnerinitiativen aus Bötzingen und Ihringen. Nach der zweiten Offenlage für den zweiten Bauabschnitt vor einem Jahr habe das Regierungspräsidium immer auf den Erörterungstermin verwiesen, der kam Montag in der Ihringer Kaiserstuhlhalle beginnt. Die Gottenheimer Bürgerinitiative will dort mit einem Stand präsent sein.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes wurden Alexandra Dankert als Vorsitzende und Stefanie Heinemann als Schriftführerin in ihren Ämtern bestätigt. Dankert informierte später darüber, dass die stellvertretende Vorsitzende Sandra Selinger 2012 ihr Amt niederlegen wolle. Sie sprach von einer schwierigen Situation für die derzeit 78 Mitglieder zählende BI, in der man nun kämpfen müsse. Der Bau des ersten Abschnittes von Umkirch her gehe in die Endphase, nachdem die Umplanungen des Wirtschaftswegenetzes abgeschlossen seien. Ab September könne asphaltiert werden, als Ziel für die Fertigstellung werde der Frühsommer 2012 genannt, berichtete die Vorsitzende. Für den Weiterbau bis Breisach seien weitere Aktionen von Nöten, insbesondere, weil die Gegner eine sehr aktive Öffentlichkeitsarbeit machten. Daher müsse man selber aktiver werden, brauche dafür aber mehr Mitstreiter, um die Thematik ins "richtige Licht" zu rücken. Dafür brauche es aber mehr Mitstreiter. Eine Anwesende klagte über das Desinteresse für die BI im Dorf.

Werbung


Bürgermeister Volker Kieber meinte, die neue Landesregierung werde eher zurückhaltend beim Bau neuer Straßen sein. Positiv sei aber, dass die neue Vorsitzende der Grünen Landtagsfraktion, Edith Sitzmann, sich für eine Bypass-Lösung in Gottenheim ausgesprochen habe, sollte die B 31 nicht weitergebaut werden. Ob die Straße hingegen nach einer Planfeststellung wirklich in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes komme, da habe er seine Zweifel, so Kieber. Gefühlt würde er sagen, es werde schwierig. Daher wolle die Gemeinde beim Erörterungstermin in Ihringen auch ihren Standpunkt darstellen. Schließlich sei die Bötzinger Straße mittlerweile fast die Mittelachse im Dorf, daher lohne es sich, weiter zu kämpfen.

Dass in Ihringen viele die Umgehungsstraße wollten, aber nicht die Nordvariante, berichtete Hans Mattmüller, Vorsitzender der Ihringer Bürgerinitiative für den sofortigen Weiterbau. Aber aus seiner Sich werde es nur aufgrund der bestehenden Planungen eine Umgehung geben, eine komplette Neuplanung einer Südvariante sei illusorisch. Die Gemeinde werde mit ihrer langen und oft engen Ortsdurchfahrt am meisten von der Straße profitieren. Mattmüller kritisierte auch die Gemeinde Ihringen, die mit ihrer ablehnenden Haltung eigene Gewerbebetriebe ohne ordentliche Verkehrsanbindung im Regen stehen lassen. Roland Näger, Vorsitzender der BI aus Bötzingen, kritisierte, dass Bötzingen von Seiten des Regierungspräsidiums nicht als betroffene Gemeinde angesehen werde. Man werde stiefmütterlich behandelt, obwohl Bötzingen künftig wohl die Hauptlast des künftigen Verkehrs tragen müsse.

Autor: Mario Schöneberg