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10. November 2009

Balance an Ansprüchen und Notwendigkeiten

neu im rat: Miriam Engelhardt (Frauenliste) Gottenheim

  1. Miriam Engelhardt Foto: schöneberg

GOTTENHEIM (schö). Die Anliegen von Familien, ob mit kleinen Kindern, Jugendlichen oder zu pflegenden Angehörigen, liegen Miriam Engelhardt besonders am Herzen. Für sie möchte sich die promovierte Soziologin, die für die Frauenliste als Nachrückerin für die in den Gemeindedienst gewechselte Karen Hunn neu in den Gottenheimer Gemeinderat kam, besonders einsetzen.

2004 ist Miriam Engelhardt mit ihrem Mann und zwei Kindern nach Gottenheim gezogen. "Schon im Studium habe ich mich aktiv für Gleichberechtigung und Frauenförderung eingesetzt", erzählt Miriam Engelhardt, "als ich dann die breite Basisgruppe aus ganz unterschiedlichen, aber sehr engagierten, Frauen kennen lernte, da war mir klar – hier ist Politik lebendig". Die Frauenliste wurde so für die parteilose Wissenschaftlerin die kommunalpolitische Heimat, um sich für Gottenheim – wo sie sich offen und freundlich aufgenommen fühlt – zu engagierten, wie schon zuvor einige Jahre im s Elternbeirat des Kindergartens.

Geboren wurde Engelhardt 1968 in Berlin und wuchs dort auf. Doch die Familienbande führten sie immer wieder nach Südbaden – ihre Mutter stammte aus Lörrach. Und so verbrachte die Großfamilie mit insgesamt sieben Kindern regelmäßig ihre Sommerferien im Schwarzwald und rund um Freiburg. Nach drei Jahren Auslandsaufenthalten in der Schweiz und Frankreich setzte Engelhardt dann ihr Soziologiestudium ab 1988 in Freiburg fort, arbeitete später als wissenschaftliche Assistentin an der Universität und ist seit 2004 auch freiberuflich als Trainerin und Moderatorin tätig. 2007 promovierte sie zum Begriff der Innovation bei einem französischen Philosophen. 2008 wiederum wechselte sie ans Universitätsspital nach Basel und ist dort in der Personal- und Organisationsentwicklung für die Ausarbeitung von Fachthemen und für die Entwicklung von Führungskräften zuständig.

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In vielen Bereichen der Kommunalpolitik gelte es, die richtige Balance zu finden, meint die Soziologin. In der Finanzpolitik zum Beispiel zwischen dem, was für Gottenheim unabdingbar sei und den Bereichen, wo die Bürgerschaft kurz- und mittelfristig Verbesserungen brauche oder wünsche. Letztlich sieht Miriam Engelhardt ihre Schwerpunkte in den Bereichen soziales Leben, Infrastruktur und Finanzen. Das alles im Sinne einer zukunftsorientierten Entwicklung der Gemeinde für ihre Bürger.

Autor: schö