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25. Mai 2010
Baubeginn auf dem Sportgelände - nach vier Jahren Planung
Spatenstich in Gottenheim zu Beginn der Bauarbeiten: Sportplätze werden verlagert, Firma Metallverwertung kann erweitern.
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Beim Spatenstich (von links): Architekt Uwe Ristau, Stadtplaner Ulrich Ruppel, vom Sportverein Björn Streicher und Adrian Ludwig, Bürgermeister Volker Kieber, Projektsteuerer Markus Biechele, vom Tennisclub Horst Steenbock und MVG- Geschäftsführer Manfred Leber, hinten Bauunternehmer Peter Baldinger. Foto: mario schöneberg
GOTTENHEIM. Mit einem Spatenstich auf dem ehemaligen Festplatz am Gottenheimer Sportgelände begannen jetzt offiziell die Bauarbeiten für die Verlagerung der Sportplätze und die Erweiterung der benachbarten Firma Metallverwertung (MVG). Am Donnerstag Abend wurden im Gemeinderat die ersten Arbeiten vergeben.
Seit 2006 arbeitet die Gemeinde Gottenheim an den Planungen für die Verlagerung des Sportgeländes, damit sich die benachbarte MVG erweitern kann und damit der Gemeinde der größte Gewerbesteuerzahler samt derzeit 70 Arbeitsplätzen erhalten bleibt. Im Sommer 2011 soll das neue Sportgelände fertig gestellt sein. Viele Diskussionen hat es hierzu gegeben, sowohl im Gemeinderat als auch bei den betroffenen Vereinen – dem Sportverein und dem Tennisclub. Auch im Dorf wird das Thema seitdem heftig diskutiert.Begonnen wird nun ab dieser Woche mit den Straßenbauarbeiten für das Sportgelände. Hierfür haben Gemeinde und die zwei Vereine, die offiziell die Bauherren sind, elf Firmen um ein Angebot gebeten, informierte Bürgermeister Volker Kieber den Gemeinderat. Acht Baufirmen hätten zum Submissionstermin abgegeben, günstigste Anbieter seien die Firmen Ammann, Pontiggia und Baldinger gewesen. Da aber die Gemeinde selber nicht der Auftraggeber sei, habe der Projektsteuerer, die Firma "Biechele Infra Consult" noch nachverhandeln können, so Kieber.
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Im Ergebnis sei nun die Merdinger Tiefbaufirma Baldinger mit einem Pauschalangebot für alle drei Lose, die den Straßenbau, die Entwässerung und die Parkplätze enthalten, die günstigste. Die Kosten liegen bei rund 359 000 Euro und seien damit zwischen 175 000 und 198 000 Euro günstiger, als in der groben Kostenschätzung vorgesehen. Kieber freute sich über das gute Ergebnis der Ausschreibung. Wenn es so weitergehe, könne man den Kostenplan ohne Kürzungen im Leistungsangebot einhalten.
Weiterhin informierte der Bürgermeister den Gemeinderat darüber, dass die beantragten Fördermittel für den Sportplatz, der in Form der Schulsport- geeigneten "Kampfbahn C" gebaut werden soll, vom Regierungspräsidium genehmigt worden sei. Damit stünden wiederum 215 000 Euro auf der Habenseite der Finanzierung. Insgesamt soll das Projekt mit Erschließung und Baunebenkosten laut Schätzung von Projektsteuerer Biechele rund 4,2 Millionen Euro brutto kosten. Nach Abzug von Grunderwerbskosten und Erstattungen seitens der MVG sowie Fördermitteln sollen davon rund 1,1 Millionen Euro bei der Gemeinde verbleiben.
Es sei für Gottenheim besonders wichtig, eine leistungsstarke Firma wie die MVG am Ort zu halten, betonte Bürgermeister Kieber vor dem Spatenstich. Auch die Sportvereine hätten mittlerweile die Vorteile des Projekts erkannt, bekommen sie doch nagelneue hochmoderne Sportanlagen und Clubheime. Weiterhin informierte das Gemeindeoberhaupt darüber, dass nun auch der Flächennutzungsplan für das Areal genehmigt sei. Somit sei nun auch der 6,2 Hektar umfassenden Bebauungsplan rechtskräftig. Und die vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen, wie die Aufforstung an anderer Stelle, Trockenmauern für Eidechsen oder der Hirschkäfermeiler seien ebenfalls schon realisiert worden.
Von einem guten Ergebnis sprach auch der Vorsitzende des Sportvereins, Björn Streicher. Eine Planungsphase sei ja stets von einem Geben und Nehmen geprägt. Mit einer Träne im Auge habe man beim Tennisclub der Verlagerung zugestimmt, erläuterte dessen Vorsitzender Horst Steenbock. Schließlich sei das Clubheim ja erst vor acht Jahren fertig gestellt worden und erst in diesem Jahr sei man schuldenfrei. Doch man wolle im Verein die Veränderungen auch als Chance sehen.
Rückwirkend seien die vier Jahre der Planungsphase sehr schnell vergangen, meinte Manfred Leber, Geschäftsführer der MVG. Er habe in der nicht einfachen Zeit viel gelernt. Er stellte aber auch klar, ohne die Wirtschaftskrise hätte die MVG aufgrund der engen Platzverhältnisse nicht am Ort bleiben können. Dies sei nun der letztmögliche Zeitpunkt, um mit der Firmenerweiterung zu beginnen.
Autor: Mario Schöneberg
