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18. August 2017 13:51 Uhr

Gottenheim

Brand weckt Brummifahrer – der verhindert Schlimmeres

Mitten in der Nacht ist ein Lkw-Fahrer in Gottenheim aufgewacht, weil er hörte, wie ein Auto brannte. Das war sein Glück. Er konnte sich retten und Schlimmeres verhindern.

  1. Feuerwehr löscht Autobrand auf Betriebsgelände der Firma Vivisol. Foto: Feuerwehr

  2. Das Auto stand in Flammen als die Feuerwehr anrückte. Foto: Feuerwehr

  3. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Autos verhindern. Foto: Feuerwehr

  4. Feuerwehr löscht den Brand auf dem Betriebsgelände der Firma Vivisol. Foto: Feuerwehr

In der Nacht auf Freitag, 18. August, ist ein Firmenwagen auf dem Betriebsgelände des Unternehmens Vivisol ausgebrannt. Nur weil ein Lkw-Fahrer mitten in der Nacht umsichtig reagierte, konnte er größeres Ungemach abwenden. Verletzte gab es keine. Der Schaden liegt laut Polizei im fünfstelligen Bereich.

"Wäre der Fahrer nicht aufgewacht, hätte es böse für ihn enden können" Michael Geng, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Gottenheim
Wie Michael Geng, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Gottenheim mitteilte, sei der Fernfahrer gegen 2.45 Uhr aufgewacht, weil er Brandgeräusche gehört habe. Gedankenschnell fuhr er seinen 40-Tonner, in dem er schlief und in dem er leicht entzündliches Gas transportierte, aus der Gefahrenzone und rief anschließend die Feuerwehr. Dieser teilte er mit, dass in dem brennenden Auto ein Tank mit 800 Liter flüssigem Sauerstoff für medizinische Zwecke geladen sei. "Wäre er nicht aufgewacht, hätte es böse für ihn enden können", sagt Geng.

In Autos lagerte Flüssiggas

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Laut Feuerwehr hatte der Lkw-Fahrer noch am Abend vor dem Unglück Tanks auf dem Firmengelände mit Flüssiggas befüllt. Die auf die Produktion von medizinischen und technischen Gasen spezialisierte Firma Vivisol beliefert mit ihren Sprintern medizinische Einrichtungen, teilte die Feuerwehr mit.

Geng zufolge traf die Feuerwehr um kurz vor 3 Uhr mit vier Löschfahrzeugen und 19 Mann am Unglücksort ein. Nach einer Viertel Stunde hatte sie den Brand unter Kontrolle und verhinderte ein weiteres Übergreifen der Flammen auf andere Autos. Den Tank im Brandfahrzeug kühlte die Feuerwehr und entleerte ihn über ein Notventil.

Brandursache noch nicht geklärt

Dennoch verursachte die starke Hitze Brandspuren an einem benachbarten Fahrzeug. Auch in dessen Inneraum schmolzen Kunststoffteile, so Geng.

Die Polizei Breisach geht hat die Ermittlungen aufgenommen. Hauptkommissar Winfried Pfeifer vermutet als Brandursache einen technischen Defekt. Genauere Erkenntnisse erhofft er sich im Laufe der kommenden Woche. Die Firma Vivisol war bisher nicht für eine Stellungnahme zu haben.

Autor: Sebastian Krüger