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11. Februar 2010
Dichte Folge närrischer Einlagen
Sängerfasnet in Gottenheim.
GOTTENHEIM. Rund 350 Besucher lockte die Sängerfasnet des Gottenheimer Männergesangvereins ins große Zirkuszelt, das die Narrenzunft für die aktuelle Kampagne aufgestellt hatte. Ein Notarzteinsatz zu Beginn der Veranstaltung sorgte jedoch dafür, dass die Stimmung im Saal nicht ganz so ausgelassen war, wie es das gelungene Programm verdient gehabt hätte.
Den Auftakt gestalteten dann mit einiger Verspätung die bunt verkleideten Sänger vom gastgebenden "Liederkranz" unter Leitung von "Rudolfo Beckerini" mit einigen launigen Liedern. Zirkusdirektor Walter Hess begrüßte die Anwesenden und führte mit gelegentlich eingestreuten Witzen und Anekdoten durchs Programm. Unter den Gästen weilten Bürgermeister Volker Kieber, Pfarrer Kurt Hilberer und die originell als Parkscheibe verkleidete Schulrektorin Judith Rempe.Mit gesungenen und Mund-geblasenen "Wies´n Hits" wie dem "Roten Pferd", dem "Zwergen"- oder dem "Fliegerlied" sorgte hernach der Gottenheimer Musikverein für Stimmung. Dass man auch mit heruntergelassenen Hosen noch Musik machen kann, zeigte sich im Auftritt vom Duo "Kla-Bimberle". Wie sich die Gottenheimer Sänger als Straßenmusiker in Freiburg verdingen – und damit so viel Geld zusammen bekommen, dass sie eine Halle bauen können – trug "Bernhardo" mit seiner Gitarre vor, bevor ein typisch deutsches Paar zeigte, wie sie sich Zwangserholung im All-Inclusive-Urlaub vorstellen. Während Ewald mit Feinripp und Wollsocken am Pool auf sich aufmerksam machte, hatte seine schwergewichtige Frau Elsa die Hosen an. Die "Old Boys", die ehemaligen Sänger des Chores, sangen danach davon, was sie als Weinfans für das elfte Gebot halten. Deutlich flotter war dann der Auftritt der in enge Korsagen und knappe Röcke gekleideten Mädels des Zunftballetts der Krutstorze, bevor Walter Hess und Dominik Schmid einen Gag im Stile von "Hannes und dem Bürgermeister" vortrugen.
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Nach der Pause ging es mit einem lustigen Vorhangspiel weiter, hier machte der Minnesänger-Nachwuchs auf sich aufmerksam. Launige Lieder mit Unterstützung eines Schellenbaums erklangen vom "Kneipen- Quintett", auch sie beschäftigte die Frage, wohin mit dem Geld. Die Refrains zu den Liedern fanden die Gäste zum Mitsingen auf ihrem Tisch.
"Wie jedes Johr hett sie ä Problem" und damit auch die Lacher auf ihrer Seite: Brigitte Kaiser mit ihrer Solo-Bütt aus weiblicher Sicht. Anschließend pflügten die "Garte-Wieber" übers Parkett, auf ihren Tanz folgte der Vortrag vom Vorsitzenden und seinem Assi Lothar Rieger. Sonst immer die "Debbe vum Verein" machten sie sich diesmal zum Clown und berichteten vom Vereinsleben manche Anekdote. Ganz zur Freude der Löwen, dem MGV- Ballett, die zum Abschluss des Programmabends losgelassen wurden, bevor die Gäste noch bis spät nachts zu Klängen von Alleinunterhalter "Bene" tanzten.
Autor: Mario Schöneberg
