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24. November 2010

Die Kampfbahn wird günstiger als erwartet

Neues Sportareal Gottenheims.

GOTTENHEIM (schö). Der Vergabe weiterer Gewerke für die neuen Clubheime von Sportverein und Tennisclub stimmte der Gottenheimer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu. Außerdem vergab die Gemeinde auch den Auftrag für den Bau des eigentlichen Sportplatzes, der immerhin rund 600 000 Euro kosten wird.

Für die Dachdeckerarbeiten schlug Architekt Uwe Ristau die Gottenheimer Firma Rolf El Gaz vor. Sie habe sowohl für das Sportheim (8081 Euro brutto) als auch das Tennisheim (7187 Euro) das günstigste von fünf Angeboten einer beschränkten Ausschreibung abgegeben. Beide lägen unter der ursprünglichen Kostenberechnung, ebenso wie die günstigsten Angebote für die Klempnerarbeiten; hier erhielt die Firma Dörr aus Nimburg den Zuschlag. Beim Sportvereinsheim sollen die Arbeiten 3237 Euro brutto kosten, beim Tennisheim sind es 3176 Euro.

Trotz geringerer Massen nach Umplanungen mit Verkleinerungen bei den Baukörpern und dem Herausnehmen der ursprünglich vorgesehenen Solaranlage liegen die Ausgaben für die Heizung und die Sanitärinstallation noch etwas über der Kostenschätzung, erläuterte Gebäudetechniker Heiko Krumm vom Ingenieurbüro Bühler aus Bahlingen. 13 Firmen seien zu Angeboten aufgefordert worden, neun Angebote für die Heizung und acht für den Sanitärbereich seien eingegangen. Nachdem diese Angebote auf die reduzierten Massen der Baukörper heruntergerechnet wurden, erläuterte Krumm, habe man vier Bieter um Pauschalangebote gebeten. Den Zuschlag bekam die Firma Schulz aus Bötzingen, die für 81 378 Euro die Heizungsanlage und für 73 875 Euro die Sanitäranlagen installieren wird.

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Neue Beregnungstechnik mit Steinbeis-Fördergeldern

Beim Sportplatz wiederum handle es sich um eine Ausschreibung der Gemeinde, da die geplante Kampfbahn Typ C auch dem Schulsport dienen soll und vom Land gefördert werde, erläuterte Projektsteuerer Markus Biechele. Von 21 angeschriebenen Firmen hätten 10 Angebote abgegeben, die Preise lägen zwischen rund 600 000 Euro bis hin zu knapp 900 000 Euro. Herausgerechnet wurde die angefragte Beregnungsanlage. Stattdessen möchte Gottenheim eine vom Steinbeis-Transferzentrum in Müllheim entwickelte Beregnungsvariante mit vielen kleinen Regnern verwirklichen, die ohne Strom auskommen und bis zu 30 Prozent Wasser sparen soll. Gebaut werden soll diese Anlage von der Firma "nu-systems" aus Müllheim, die Kosten liegen bei knapp 12 600 Euro brutto für die Gemeinde; knapp 3600 Euro Entwicklungskostenzuschuss gehen vom Steinbeis-Transferzentrum an die Firma. Der Ausbau der Kugelstoßanlage zu einem Beach- Volleyball-Platz wird von der Firma Metallverwertung unterstützt, so dass die Arbeiten für die Kampfbahn Typ C letztlich für gut 595 000 Euro an die Firma Knobel-Bau aus Hartheim vergeben wurde. Subunternehmer werden die Firma Schildecker als Rasenspezialist und die Firma Polytan für die Plastikarbeiten sein. Der Landeszuschuss für den Schulsport beträgt 215 000 Euro.

Er freue sich, dass der Bau des Rasenplatzes bis zu 39 000 Euro unter dem Finanzierungsplan möglich sei, erklärte Ingenieur Biechele. Es seien aber wegen des schwierigen Untergrundes – Schutt des alten Freiburger Schlachthofs wurde unter dem Sportplatz verbaut – auch unvorhergesehene Kosten möglich. Dennoch habe man nun, nachdem 72 Prozent der Arbeiten für das neue Sportareal vergeben seien, eine stabile Kostensituation. Aktuell liefen gerade die Ausschreibungen für den Abriss des alten Tennisheims und den Neubau der Tennisplätze. Neu sei zudem der Wunsch des Sportclubs, die Pergola bis zum Pfingstturnier stehenzulassen und sie erst danach zu versetzen.

Autor: schö