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24. April 2009
Die Karottchen sind wieder los
"Das doppelte Karottchen" wird an acht Tagen erneut aufgeführt / Landschaftstheater am Tuniberg und im Kaiserstuhl
GOTTENHEIM/EICHSTETTEN. Nach dem großen Erfolg des Freiluft-Gemüse-Theaterstück-Krimis "Das doppelte Karottchen" im vergangenen Frühjahr wird das Stück mit kleinen Änderungen auch in diesem Jahr wieder aufgeführt. Schon am Samstag geht es mit der Generalprobe los. Es folgen dann, beginnend mit dem Sonntag, acht Aufführungen.
Die Geschichte ist abenteuerlich und fantastisch, und hat doch immer wieder Bezug zur Realität. Prinz Karl Rottchen möchte seine Angebetete, Marylin Möhrchen, heiraten, doch sie wird von einem geheimen Kartell von Hybridgemüse- Händlern entführt, um ihr das Herz herauszuoperieren. Der ganze Kaiserstuhl wird dabei zu einem großen Genversuchslabor. Mit Hilfe von allerlei Gemüse – Möhren, Auberginen, Kichererbsen und der Gräfin Gurke – nimmt Prinz Karl Rottchen die Verfolgung auf. Insgesamt 100 Laien- und Profidarsteller sind dabei an drei Schauplätzen in Gottenheim und später auf der Schelinger Höhe und zum Schlussakt unter der Eichelspitze unterwegs. Autor des Stückes ist Carsten Schneider, Regie führt Uli Jäckle. Für die Musik sorgen örtliche Musikvereine.Werbung
"Das Theater Freiburg hat sich sehr über den Erfolg des doppelten Karottchens im vergangenen Jahr gefreut und daher beschlossen, das Stück auch in diesem Jahr aufzuführen", erläutert Produktionsleiter Armin Holzer. Die Route bleibe dabei gleich, einige Änderungen habe es dennoch gegeben. So gebe es zwei neue Hauptdarsteller und die kurze Zwischenszene in der Gottenheimer Hauptstraße musste wegfallen, weil die Sperrung dieser Landesstraße nicht mehr genehmigt wurde. Dafür gebe es in der 2009er Version noch mehr Musik und eine etwas andere Einteilung der Szenen.
Los geht es am Gottenheimer Bahnhof, die nächsten Stationen sind der Rathaushof und danach die Hunnen-Strauße. Anschließend werden die maximal 250 Besucher per Bus auf die Schelinger Höhe gebracht. Hier geht es dann – nach einer Bewirtungspause – mit einer Wanderung zum Haselschacher Buck, der letzte Akt spielt an der Robert-Meier-Hütte oberhalb von Eichstetten. Per Bus geht es von Altvogtsburg zurück nach Gottenheim.
Viele der Laiendarsteller seien auch diesmal wieder mit dabei, berichtet Armin Holzer, der auch selbst als Spargel und Aubergine zu sehen sein wird. Einige Zuschauer aus dem Vorjahr gehörten nun dem neuen Ensemble an. Ihnen habe das mit Busfahrten und Picknick rund vier Stunden dauernde Spektakel so gut gefallen, dass sie auch mitspielen wollten.
Die Verbindung von Theater und Naturerlebnis sei enorm gut angekommen, ist Armin Holzers Eindruck. Das Konzept sei es, die Zuschauer auch auf den Wanderpassagen im Kaiserstuhl mit Theaterhandlungen zu begleiten. Auch für die Busfahrt verspricht er Überraschungen.
"Es ist für uns eine große Freude, dass das Theater hier aufs Land kommt", betont Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber. Das Stück sei ideal für einen Familienausflug und eine tolle Außenwerbung für Gottenheim. Gerne unterstützen daher die Rathausmitarbeiter die Theaterleute bei der Organisation. Sein Eichstetter Amtskollege Michael Bruder freut sich, dass viele Ur-Eichstetter Themen aufgegriffen worden, wie der Erhalt einheimischer Gemüsearten. Die Bürgermeister loben auch, dass viele Menschen vor Ort, wie zum Beispiel die Musikvereine, in die Produktion eingebunden seien.
Autor: Mario Schöneberg
