Ein Fest wird zum herbstlichen Kraftakt

Manfred Frietsch

Von Manfred Frietsch

Di, 04. September 2018

Gottenheim

Gottenheimer Hahleraifest erfordert viel Einsatz an Helfern.

GOTTENHEIM. Die 22. Auflage des Gottenheimer Hahleraifestes startet am Samstag, 8. September. Bis in die Nacht zum Dienstag wird dieses alle zwei Jahre stattfindende Wein- und Gassenfest der Tuniberggemeinde gefeiert. Nicht weniger als 14 Vereine und Gruppen wirken an dem Festprogramm mit (wir berichten noch) . Wie erstmals 2014 erstreckt sich die Festmeile auch in diesem Jahr entlang der Hauptstraße zwischen Volksbank und Bahnhofstraße sowie ein Stück in die Rathausstraße hinein.

Die Fäden der Festvorbereitung hält der Sprecher der Vereinsgemeinschaft, Clemens Zeissler, in den Händen. Er spricht von einer dreistelligen Anzahl an Helfern, die während das Festes sowie in der Vorbereitung, beim Aufbau und beim Abbau im Einsatz sind. Und das sei in diesem Jahre eine besondere Herausforderung. Denn die Weinlese ist schon angelaufen, so dass viele Winzerfamilien, die auch aktiv beim Fest mitwirken, eine Doppelbelastung stemmen müssen. Um diese abzufedern, habe man auch bereits vereinbart, den Abbau einiger Festwirtschaften um einige Tage zu strecken. Hier hätten die Eigentümer der Höfe, in denen die Festwirtschaften aufgebaut sind, zugestimmt, erklärt Zeissler. Überhaupt sei die Bereitschaft der Anlieger des Festes groß, auch Unbilden in Kauf zu nehmen. "Ein solches Fest ist nur möglich, wenn es auch von der Nachbarschaft mitgetragen wird", erklärt Bürgermeister Christian Riesterer. Das könne man, ebenso wie den Einsatz der vielen Helfer, nicht hoch genug anrechnen. Darum komme dem Fest eine wichtige Rolle zu, um eine gelebte Dorfgemeinschaft zu stärken.

Geworben wird für das Fest mit Faltblättern, die in einer Auflage von 25 000 Euro an Haushalte in Gottenheim, seinen Nachbarorten sowie weiteren Gemeinden verteilt werden. Auf Papierplakate verzichtet man. Stattdessen wurden große Stofftransparente bedruckt und an markanten Stellen aufgehängt. Da das Festgelände nur gut 100 Meter vom Bahnhof entfernt beginnt, hofft man, dass viele Besucher mit den S-Bahnen aus Richtung Breisach, Freiburg und Endingen anreisen werden. Die Hauptstraße wird bereits ab Mittwoch, 5. September, um 8 Uhr für den Verkehr gesperrt, bis Mittwoch, 12. September, um 8 Uhr morgens. Der Autoverkehr wird über die B 31 um den Ort herumgeleitet. Erstmals werden an beiden Enden der Festmeile in der Hauptstraße große Betonpoller auf die Fahrbahn gesetzt, um Vorsorge zu treffen, dass kein Fahrzeug in die Festmeile hineinrasen kann. Für Rettungsfahrzeuge, aber auch für Winzer, die Trauben bei der Winzergenossenschaft abliefern müssen, wird die Durchfahrt möglich sein.