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24. Januar 2012
Eine Nacht und ein Tag ausgelassene Narretei
Das Jubiläumswochenende mit zwei Umzügen wurde für Gottenheimer "Krutstorze" zu einem gelungenen Fasnetsauftakt.
GOTTENHEIM (fri). Rundum zufrieden ist man bei der Gottenheimer Narrenzunft "Krutstorze" mit dem Ablauf des Jubiläumswochenendes. Zwei Tage lang war das Tunibergdorf fest in Narrenhand. Schon am Samstag waren rund 4000 bis 5000 Zuschauer zum Nachtumzug mit über 1800 Hästrägern gekommen. Diese wurde – bis auf die ersten vier, fünf Gruppen – wegen des starken Windes ohne Fackeln abgehalten. Am Sonntagnachmittag zogen vor geschätzten 6000 Zuschauern rund 2900 Hästräger in 102 Gruppen durch Dorf, dieses mal in der Gegenrichtung von der Auwaldsiedlung durch den Ortskern bis in die Hintergasse. Dort und in der Schulstraße herrschte zeitweise ein enormes Gedränge. Hier bewährte es sich, dass die Straßenseite gegenüber den beiden Zelten auf dem Bolzplatz mit Bauzäunen abgesperrt war, so dass sich das Treiben nicht auf die privaten Grundstücke verlagerte. Dort und entlang der Umzugstrecke waren auch von Vereinen und örtlichen Betrieben Verpflegungsstände aufgebaut. "Das hat uns sehr geholfen und den Druck auf die Zelte genommen", erklärte Zunftchef Lothar Schlatter. Ohnehin sei das ganze Spektakel ohne die Mithilfe der Vereine und vieler Bürger nicht zu stemmen. So sorgte die Feuerwehr für die Brandaufsicht in der Nacht, während der auswärtige Narrengruppen im Schulhaus nächtigten – freilich nur kurz, da das Festtreiben in den Zelten bis nach 3 Uhr am Morgen ging.
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Präsenz vor Ort zeigten auch das DRK und die Polizei. In den Zelten habe man durch Einlasskontrollen die Lage immer Griff gehabt, sagte Schlatter, so dass es unter den über 2200 Leuten, die sich jeweils zu Stoßzeiten in den beiden Zelten drängelten, eine ungetrübte fasnächtliche Feierlaune gab. Kleinere Zwischenfälle gab es nur im Außenbereich. So hätten kleine Cliquen von Jugendlichen manchmal dem Umzugsablauf gestört ärgerte sich Schlatter. Ein 15-Jähriger verlor das Bewusstsein, nachdem er selbst mitgebrachten Wodka in sich hineingeschüttet hatte.
Autor: fri
