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23. Juni 2009

Entwässerung der Langgasse wird teurer

Gottenheim muss mehr zahlen

GOTTENHEIM (schö). Recht kritisch werteten Gemeinderäte und Bürgermeister Volker Kieber, dass sie in der jüngsten Ratssitzung die Arbeiten zur Außengebietsentwässerung in der Langgasse teilweise nochmals vergeben mussten. Dies geschah mit je einer Gegenstimme und Enthaltung.

Schon in einer der vorangegangenen Sitzungen waren der Bau eines Wasserfangs mit Ableitung des Regenwassers von der Langgasse ins Ried an die Gottenheimer Firma Maucher vergeben worden. Nun sei von den Planern nochmals nachgearbeitet worden, erläuterte Bürgermeister Kieber, daher sei eine Nachtragsvergabe von rund 11 600 Euro notwendig geworden. Die Details erläuterte Ingenieur Thomas Brendt vom Freiburger Büro "Ernst & Co". Die Nacharbeiten seien wegen der schwierigen Rahmenbedingungen notwendig geworden. So habe die Ablauf- Rinne nur im Straßenbereich verlaufen dürfen, weil die Eigentümer der benachbarten Reben einem Leitungsrecht auf ihren Feldern nicht zustimmen wollten. Die Kosten für die Eintragungen im Grundbuch hätten die Ersparnisse beim Bau deutlich überschritten, ergänzte Andreas Schupp vom Bauamt. Weiterhin hätten die Veränderungen in den Planungen, bei denen die unterirdisch verlaufende Rohrleitung nun kürzer und die freiliegende Beton-Rinne länger wird, auch geringere Eingriffe in die Böschungen zur Folge, erläuterte Brendt. Insgesamt würden sich die Kosten nur um etwa 3000 Euro netto auf insgesamt rund 34 000 Euro inklusive Mehrwertssteuer erhöhen.

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Er sei anfangs etwas schockiert gewesen, meinte Bürgermeister Kieber. Doch mit dem Argument, nun die Böschung besser zu schonen könne er die neuerliche Vergabe gerade noch mittragen. Im Gemeinderat gab es Bedenken, dass das Wasser über die Rinnen hinaus laufen würde und an der Böschung zu Erosion führen werde. So sprach sich Jörg Hunn (FBL dafür aus, gleich eine größere Lösung zu suchen. Ingenieur Brendt hingegen betonte, dass man hier noch nachrüsten könne, falls es wirklich zu Erosion komme. Er gehe aber davon aus, dass der Abfluss wie berechnet funktioniere. Außerdem gehe es ja auch darum, möglichst kostengünstig zu planen. Hochwasser könne nie korrekt vorhergesagt werden, konstatierte der Bürgermeister. Zudem sei die Entlastung des Kanalnetzes von einem Teil des Oberflächenwassers aus dem Tuniberg nur eine kleine Maßnahme aus dem Generalentwässerungsplan. Dem stimmte der Gemeinderat bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung zu.

Autor: schö