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30. Januar 2010

"Es gibt mehr Brandlasten"

BZ-INTERVIEW mit Jens Braun, dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Gottenheim

  1. Jens Braun (links) ist seit zwei Jahren Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gottenheim. Mit Bürgermeister Volker Kieber und Kreisbrandmeister Jörg Weber (rechts) ehrte er Stefan Boch für 40 Jahre Dienst. Foto: privat

GOTTENHEIM. Seit zwei Jahren leitet Jens Braun die Gottenheimer Freiwillige Feuerwehr. Kürzlich zog der 27 Jahre alte Kommandant während der Jahreshauptversammlung eine Bilanz seiner Arbeit. Unser Mitarbeiter Mario Schöneberg sprach mit dem Kommandanten über seine ehrenamtliche Arbeit und die Ziele der Feuerwehr.

BZ: Herr Braun, sie sind nun seit zwei Jahren Kommandant der Gottenheimer Wehr, was ist ihr Eindruck der Truppe?
Braun: Ja stimmt, ich bin jetzt schon in meinem dritten Jahr! Unsere Wehr ist dabei auf einem sehr guten Ausbildungsstand und wir bilden uns stetig weiter, durch zahlreiche Proben und Fortbildungen. Auch unsere Jugendarbeit läuft gut, von anfangs 30 Jugendlichen bei der Gründung der Jugendfeuerwehr vor fünf Jahren sind immer noch 21 aktiv dabei!
BZ: Was waren die besonderen Eindrücke, Erlebnisse 2009?
Braun: Ein besonderes Erlebnis, neben den 15 Einsätzen, war sicherlich unser Ausflug, der vergangenes Jahr zur Frankfurter Flughafenfeuerwehr ging. Ein Highlight war auch unser Tag der offenen Tür, der erstmalig über zwei Tage stattgefunden hat. Wir hatten an diesen beiden Tagen Anfang Oktober perfektes Wetter und die Gäste strömten in Massen zu uns, auch um unseren legendären Zwiebelkuchen zu genießen!

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BZ: Gab es zu Beginn Probleme, Sie als Neuling im Kommandantenamt zu akzeptieren?
Braun: Nein überhaupt nicht, trotz meinem jungen Alters von damals 25 Jahren war es überhaupt kein Problem.
BZ: Sie wohnen in March- Holzhausen, ist das in der täglichen Arbeit ein Problem? Und warum dann das Engagement in Gottenheim und nicht in der March?
Braun: Ich bin in Gottenheim aufgewachsen, das ist meine Heimat und ich bin hier seit 13 Jahren in der Feuerwehr. Wie das Leben halt so manchmal läuft, zog es mich dann aus privaten Gründen in die March. Bei meiner täglichen Arbeit ist es aber kein Problem, da ich tagsüber in Umkirch arbeite und bei einem Alarm relativ schnell in Gottenheim bin.
BZ: Wie ist es um die Gottenheimer Feuerwehr bestellt, bezüglich Mitglieder, Tagesbereitschaft und Ausstattung?
Braun: Bei der FW Gottenheim sind wir aktuell 38 Aktive sowie 21 Jugendliche. Wir können dieses Jahr 11 Jugendliche zum Grundlehrgang schicken, die dann den aktiven Dienst aufnehmen können. Somit sind wir personell gerüstet für die Zukunft. Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass die Jugendfeuerwehr dann schrumpft und wir neuen Nachwuchs brauchen. Bei der Tagesbereitschaft sieht es bei uns ähnlich aus, wie in anderen Gemeinden auch. Viele arbeiten außerhalb. Trotzdem können wir auf eine Mannschaft in kürzester Zeit zugreifen. Bei größeren Einsätzen sind wir aber auf Überlandhilfe angewiesen – was auch sehr gut klappt! Unser Ausbildungsstand ist sehr gut und die notwendige Grundausstattung an Material steht auch bereit!
BZ: Was sind die Ziele für die Zukunft?
Braun: Das Ziel muss es in jedem Fall sein, unsere Wehr für neue und bestehende Anforderungen fit zu halten und weiter auszubauen um die Sicherheit unserer Einwohner zu gewährleisten. Wie man sieht, wachsen gerade das Baugebiet Steinacker-Berg und das Gewerbegebiet immer weiter, wodurch es für uns auch immer mehr Brandlasten gibt!
BZ: Was war noch wichtig in der Jahresversammlung?
Braun: Auf jeden Fall die Ehrungen und Beförderungen. Seit 40 Jahren ist Stefan Boch bei der Wehr im Dienst, er bekam das Landesfeuerwehrehrenzeichen in Gold. Mit Hubert Maurer, Manfred Maurer und Theo Hunn sind drei Kameraden sogar seit 50 Jahren bei uns aktiv. Außerdem konnte ich Harald Ambs und Leopold Schätzle aufgrund ihrer abgeschlossenen Ausbildungen zum Oberfeuerwehrmann befördern.

Autor: schö