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07. September 2008 16:54 Uhr

Dem Regen wurde getrotzt

Feucht-fröhliches Hahlerai-Fest

Zwei ereignisreiche Weinfesttage erlebte Gottenheim, die Heimat der neuen Kaiserstühler Weinprinzessin Michaela Baldinger, bisher. Morgen, Montag, kann noch einmal in den geschmückten Lauben gefeiert werden.

  1. Weinfestgäste aus Völklingen und dem Schwabenland Foto: schöneberg

  2. Bürgermeister Volker Kieber mit Weinprinzessin Michaela Baldinger

  3. Besucher aus Völklingen bzw. dem Schwabenland

GOTTENHEIM. Zwei ereignisreiche Weinfesttage erlebte Gottenheim, die Heimat der neuen Kaiserstühler Weinprinzessin Michaela Baldinger, bisher. Heute Nachmittag sind nun speziell die Senioren und die Kinder eingeladen und am Abend kann nochmals in den festlich geschmückten Lauben und Höfen getanzt und gefeiert werden.

Pünktlich zum Festbeginn am Samstagabend setzte der Regen ein. Dennoch waren sehr viele Gottenheimer und Gäste vors Rathaus gekommen, um gemeinsam mit Weinprinzessin Michaela Baldinger und Bürgermeister Volker Kieber das Hahlerai-Fest zu eröffnen. "Wir sind Weinprinzessin", betonte das Gemeindeoberhaupt nicht ohne Stolz. Schließlich sei Michaela Baldinger die erste Weinhoheit aus Gottenheim überhaupt. Anschließend begrüßte er die zahlreichen Ehrengäste, unter ihnen auch Staatsminister Gernot Erler (SPD) und Finanzstaatssekretär Gundolf Fleischer (CDU).

Gottenheims Heimatdichterin Martha Schmidle gratulierte der neuen Weinprinzessin auf Alemannisch und in Versform. Walter Hess von der Vereinsgemeinschaft dankte allen Helfern und der stolze Vater und Vorsitzende der örtlichen Winzergenossenschaft, Werner Baldinger, freute sich, dass seine Tochter nun die Gelegenheit habe, mit ihrer freundlichen und aufgeschlossenen Art viele neue Freunde für den hiesigen Wein zu gewinnen.

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Die Angesprochene selber erklärte, sie sei sehr stolz, das Weinfest in ihrer Heimat eröffnen zu dürfen. "Ich fühle mich in Gottenheim sehr wohl und möchte nie weg".

Nach der feierlichen Festeröffnung, an der auch der örtliche Musikverein mitwirkte und Ihringer Schützen symbolisch den Startschuss gaben, füllten sich die Lauben der bewirtenden Vereine sehr schnell. Einige weniger Wasserscheue unter den Gästen bevölkerten auch die Stände in der Rathausstraße. Von nah und fern kamen die Besucher, 34 Frauen vom Völklinger Turnverein aus dem Saarland hatten als selbst ernannte Weinprinzessinnen ebenso den Weg an den Tuniberg gefunden wie Gäste aus dem Schwabenland, die zwar gerne Württemberger Wein trinken, aber doch einmal im Jahr ein Weinfest in einer anderen Anbauregion besuchen. Drei Tage bleiben sie in einem Gottenheimer Gasthaus, auf das Weinfest sind sie im Internet gestoßen.

13 Vereine sind in diesem Jahr mit Ständen und Lauben vertreten und verwöhnen ihre Gäste mit verschiedensten Leckereien und – natürlich – Gottenheimer Wein, sei es von der Winzergenossenschaft oder von den privaten Weingütern des Dorfes.

Auch musikalisch wurde einiges geboten. So spielten beim Männergesangverein, beim Tennisclub und bei der Trachtengruppe jeweils ein Alleinunterhalter zum Tanz auf, beim Musikverein sorgte das Panik-Orchester für ausgelassene Stimmung. Am Sonntag waren hier befreundete Kapellen aus der Region zu Gast. Und bei der Narrenzunft steppte der Bär im Disco-Keller.

Neben dem großen Trachtenumzug gab es am Sonntag auch noch ein buntes Rahmenprogramm. Zugunsten der Renovierung des Katholischen Gemeindehauses Sankt Stephan wurden Kutschfahrten veranstaltet und bemalte Dachziegel verkauft. Autor Werner Kästle stellte zudem sein Wanderbuch über die Gottenheimer Rebhisli-Tour vor und signierte es am Info-Stand.

Autor: Mario Schöneberg