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25. Februar 2010

Gewerbe will sich wieder präsentieren

Der Gewerbeverein Gottenheim plant für 2011 eine Neuauflage der Gewerbeschau / Geschenkgutscheine werden gut angenommen.

  1. Ein Publikumsrenner war die erste Gewerbeschau des Gottenheimer Gewerbevereins im Spätsommer 2007. Jetzt wird für 2011 an eine Neuauflage im weiter gewachsenen Gewerbegebiet gedacht. Foto: BZ-ARCHIV/schmidt

GOTTENHEIM. Im kommenden Jahr soll in Gottenheim wieder eine Gewerbeschau stattfinden. Darin waren sich die Gewerbetreibenden bei der Jahreshauptversammlung des Gewerbevereins einig. Die bisher erste Gewerbeschau des Vereins gab es im September 2007. Außerdem wurden in der Sitzung einige Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt.

Von einem großen Mitgliederzuwachs im vergangenen Jahr konnte der Vorsitzende Frank Braun den rund 50 Anwesenden im Saal des Gasthauses Adler berichten. Im fünften Jahr seines Bestehens habe der Gewerbeverein Gottenheim (GVG) nunmehr 91 Mitglieder. Und mit diesen habe man 2009 auch einiges auf die Beine gestellt, so Braun. Unter anderem fanden fünf Vorstandssitzungen und drei Mitgliederstammtische statt. Weiterhin organisierte der GVG Vorträge zu den Themen "Entstehung der Finanzmarktkrise" sowie "Personalführung" und bot einen Kurs für den Staplerführerschein an. Daran nahmen rund 20 Mitglieder erfolgreich teil.

Freizeitaktivitäten waren zudem eine Rebhisli-Wanderung mit Wildschweinessen, die Teilnahme am Winzerumzug zum Jubiläum der Winzergenossenschaft, ein Ausflug ins Porsche-Museum nach Stuttgart und eine Jahresabschlussfeier mit Tanz. Außerdem stellte der GVG den Weihnachtsmann auf dem Gottenheimer Weihnachtsmarkt und nahm an zahlreichen Veranstaltungen der Gemeinde und verschiedenerer Mitgliedsfirmen teil.

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Auch weiterhin ein Erfolg sei der Geschenkgutschein des Vereins, der in verschiedenen Geschäften im Ort eingelöst werden kann, berichtete Kassierer Georg Selinger. So wurden 2009 Gutscheine im Wert von 6410 Euro verkauft, dem gegenüber stehen Einlösungen in Höhe von 6749 Euro, da auch Gutschein aus früheren Jahren 2009 eingelöst wurden. Der durchschnittliche Gutscheinwert betrage dabei 20 Euro, das entspreche rund 300 Gutscheinen im Jahr. Der größte Anteil an den Einlösungen entfalle auf den Weinverkauf, hier wurden rund 1200 Euro umgesetzt, es folgen Einlösungen bei Bäcker und Metzger, dann für Medizin und Blumen sowie Fußpflege und Friseur. Die Gasthäuser profitierten außerdem auch noch mit rund 500 Euro vom Gutscheinsystem.

Auch für das kommende Jahr haben sich die Gewerbetreibenden einiges vorgenommen, erläuterte Frank Braun. Unter anderem eine Betriebsbesichtigung bei der Firma AHP Merkle, ein Vortrag über zum "Verkaufen mit Herz" und ein weiterer Vortrag zum Thema Personalführung. Mitgliederstammtische finden im April und November statt, außerdem soll wieder ein Kurs für den Staplerführerschein angeboten werden.

Bei den Teilwahlen für den Vorstand wurden der zweite stellvertretende Vorsitzende Michael Schmidle, Schriftführerin Lioba Himmelsbach sowie die Beisitzer Clemens Maurer und Markus Maurer in ihren Ämtern bestätigt.

Längster Diskussionspunkt des Abends war die Gewerbeschau. Sehr erfreut waren die Vorstandsmitglieder, als sie von den Anwesenden breite Zustimmung für ihre Idee bekamen, im September 2011 eine neuerliche Auflage der doch sehr erfolgreichen Leistungsschau aus dem Jahr 2007 abzuhalten. Doch mindestens 50 mitwirkende Firmen seien notwendig, so der stellvertretende Vorsitzende Manfred Leber, um die Kosten für alle in einem vertretbaren Rahmen zu halten.

Später nutzen der Vorsitzende der Winzergenossenschaft Michael Schmidle ebenso wie Walter Hess als Vertreter der Vereinsgemeinschaft die Gelegenheit, den Gottenheimer Firmen für ihre vielfältige Unterstützung Danke zu sagen. Martin Liebermann vom Musikverein wiederum warb für die im August 2011 geplante Konzertreise der Kapelle nach Südkorea. Es wäre schön, wenn sich die Jugendlichen einen Teil der Reisekosten in den Ferien bei Gottenheimer Firmen selber verdienen könnten, so der Vorsitzende.

Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber berichtete von der aktuell prekären Haushaltslage, an der aber mit Nichten die Sportplatzverlagerung schuld sei, wie so oft im Dorf zu hören sei. Außerdem freute er sich, dass mit der Ansiedlung der Firma "Karl Stahl Kromer" demnächst weitere 55 Arbeitsplätze im Gewerbegebiet entstehen. Außerdem stehe er in Verhandlungen mit Einzelhändlern und die Chancen stünden nicht schlecht, so Kieber, dass Gottenheim im Zuge des Ausbaus der Bundestraße 31 doch einen Einzelhändler ins Gewerbegebiet bekomme. Letztlich, so der Bürgermeister, brauche die Gemeinde starke Gewerbebetriebe, die im Rahmen des 2005 gegründeten Gewerbevereins nun auch geschlossen nach außen hin auftreten und so die Gemeinde positiv repräsentierten.

Autor: Mario Schöneberg