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04. Juni 2008

Gottenheim gibt der "Arche" zwei Bauplätze

Neue Wohnformen im Alter

GOTTENHEIM (schö) Der Förderverein "Die Arche" soll die zwei größeren gemeindeeigenen Grundstücke in der Straße "Im Obstgarten" nahe der Bahnlinie im Neubaugebiet Steinacker/Berg bekommen. Das beschloss der Gemeinderat am Montagabend mit großer Mehrheit. Er gab dem Verein für Wohnformen im Alter den Vorzug vor einem Bauträger, der günstige Reihenhäuser für junge Familien vorgeschlagen hatte.

Die beiden Grundstücke sind die einzigen im Baugebiet, die im Gemeindebesitz sind und eine dichtere Bebauung zulassen. In den zurückliegenden Gemeinderatssitzungen waren zwei Ideen für deren Nutzung behandelt worden. Im April hatte ein Bauträger ein Konzept zur Bebauung mit vorgestellt; Anfang Mai stellte Margret Drumm "Die Arche", den Förderverein für gemeinschaftliches Wohnen im Alter, vor. "Gemeinsam statt einsam" lautet das Motto des Vereins, der sich für ein altersgerechtes, selbstbestimmtes Wohnen von Menschen und Tieren in naturnaher Umgebung einsetzt.

Platz für neue Form des

gemeinschaftlichen Wohnens

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Das Ziel in Gottenheim ist es, Wohnraum für 15 bis 18 Menschen unterschiedlichen Alters zu schaffen. Die Häuser sollen komplett barrierefrei sein, enthalten unterschiedlich große Wohnungen mit Rückzugsmöglichkeiten für den Einzelnen und einen Garten. Zudem sind Gemeinschaftsräume vorgesehen. Die Bewohner unterstützen sich bei Problemen und Krankheiten, sie möchten in Ehren alt werden können, doch auch junge Bewohner sind willkommen.

Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber hatte keinen Beschlussvorschlag ausgegeben, erklärte jedoch, er tendiere in Richtung des Projektes der Arche. Es habe ihm insbesondere imponiert, dass sich die Bewohner auch aktiv ins Gemeindeleben einbringen wollten. Auch Kurt Hartenbach (FWG) hielt das Projekt für zukunftsweisend, Birgit Wiloth-Sacherer fragte, ob auch Gottenheimer Bürger aufgenommen werden könnten. Heinz Nikola (FWG) äußerte Zweifel, ob der Verein das finanziell stemmen könne. Doch das Konzept überzeugte die meisten Räte, einzig Jörg Hunn (FBL) stimmte gegen die Vergabe, sein Fraktionskollege Thomas Barleon enthielt sich. Der Förderverein soll das Grundstück nun zu normalen Konditionen, also für 280 Euro je Quadratmeter, erwerben können. Einzig das Zahlungsziel wird verlängert, weil der Verein sein Geld derzeit noch fest angelegt habe, wie Bürgermeister Kieber erläuterte.

Autor: Mario Schöneberg