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22. Juli 2009
Gottenheim schafft die Ausschüsse ab
Neuer Gemeinderat verzichtet auf eigene Ausschüsse / Frauenliste hat in zwei Kampfabstimmungen das Nachsehen
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Neu im Gottenheimer Gemeinderat sind (von links) Clemens Zeissler (CDU), Miriam Engelhardt (Frauen), Bernhard Strittmatter (FWG). Verabschiedet wurden von Bürgermeister Volker Kieber (hinten) die ausscheidenden Räte (von rechts): Markus Eberle (SPD), Walter Hess (FWG), Lioba Himmelsbach (Frauen) Foto: mario schöneberg
GOTTENHEIM. Eine große Anzahl an Tagesordnungspunkten hatte der Gottenheimer Gemeinderat in seiner konstituierenden Sitzung am Montagabend zu behandeln. Zuvor hatte Bürgermeister Volker Kieber drei ausscheidende Ratsmitglieder verabschiedet und den neuen Gemeinderat verpflichtet.
Bei der Wahlprüfung durch die Rechtsaufsichtsbehörde des Landkreises habe es für die Gemeinderatswahl keine Beanstandungen gegeben, erläuterte Bürgermeister Kieber. Anschließend stellte das alte Ratsgremium fest, dass die eigentlich für die Frauenliste in den Rat gewählte Karen Hunn als Gemeindebedienstete ihr Amt nicht antreten kann. Ihren Platz im Gemeinderat nimmt Miriam Engelhardt ein. Der Dank des Bürgermeisters galt danach den ausscheidenden Gemeinderäten Lioba Himmelsbach, Walter Hess und Markus Eberle. Lioba Himmelsbach, Mitbegründerin der Frauenliste, war zwei Amtsperioden im Rat und zuletzt zweite Bürgermeister-Stellvertreterin. Ebenfalls 1999 wurde Walter Hess (FWG) erstmals Gemeinderat, vor fünf Jahren war der Sprecher der Vereinsgemeinschaft zudem Stimmenkönig der Wahl. Eberle wiederum scheidet nach einer Periode aus dem Rat aus, er verpasste seine Wiederwahl knapp, nicht zuletzt auch, weil die SPD einen Ratssitz an die CDU verloren hat. Der Bürgermeister dankte den Räten für die loyale und konstruktive Zusammenarbeit. Man habe in den zurückliegenden fünf Jahren vieles auf den Weg gebracht.Werbung
Die erste Sitzung des neu gewählten Gemeindrates begann mit der Verpflichtung der Mitglieder. Nach dem feierlichen Gelöbnis wurden alle Gemeinderäte vom Bürgermeister per Handschlag verpflichtet, unter ihnen auch die neuen, Clemens Zeissler (CDU), Bernhard Strittmatter (FWG) und Miriam Engelhardt.
Die Wahl der Bürgermeisterstellvertreter fand hernach auf Antrag von Birgit Wiloth-Sacherer (SPD) geheim statt. Einstimmig wurde dabei Kurt Hartenbach (FWG) als erster Stellvertreter wieder gewählt, zweiter Bürgermeisterstellvertreter wurde nach ebenfalls einstimmiger Wahl Lothar Zängerle (CDU). Auch geheim gewählt wurden die Gemeindevertreter für die Verbandsversammlung des Gemeindeverwaltungsverbandes Kaiserstuhl- Tuniberg. Hier waren vier Kandidaten für drei zu besetzende Posten aufgestellt. Gewählt wurden Heinz Nikola (FWG), Alfons Hertweck (CDU) und Wolfgang Streicher (SPD). Nicht angenommen wurde hingegen der Wahlvorschlag von Thomas Barleon (FBL), der die in der Sitzung nicht anwesende Claudia Faller-Tabori (Frauenliste) vorgeschlagen hatte. Sie wurde aber ebenso wie Barleon und Birgit Wiloth-Sacherer zu Stellvertretern der Verbandsgemeinderäte ernannt. Erstmals zu wählen waren dann die Vertreter für den Entwässerungsverband Moos, hier werden künftig Bernhard Strittmatter, Alfons Hertweck, Wolfgang Streicher und Jörg Hunn die Interessen Gottenheims vertreten.
In einem Zug abgeschafft hat der Gemeinderat anschließend die beratenden Ausschüsse für Bauwesen, Finanzen und Soziales. Eine Kampfabstimmung mit geheimer Wahl gab es zudem noch bei der Bestellung der Vertreter für das Kindergarten- Kuratorium. Clemens Zeissler und Birgit Wiloth-Sacherer wurden mehrheitlich gewählt, während die Kandidatur von Miriam Engelhardt, wiederum ein Wahlvorschlag von Thomas Barleon, abgelehnt wurde.
Autor: Mario Schöneberg
