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17. Juni 2010
Gottenheim spart jetzt auf ein Ökokonto
Vorrat an Ausgleichsarbeiten.
GOTTENHEIM (schö). Einstimmig sprachen sich die Gemeinderäte in ihrer Sitzung am Montagabend dafür aus, für die künftige Bauleitplanung ein Ökokonto einzurichten. Die Arbeiten hierfür wurden an das Landschaftsarchitekturbüro Dietrich aus Freiburg vergeben.
Gottenheim habe sich wohl schon seit 1998 mit der Einrichtung eines Ökokontos beschäftigt, zitierte Bürgermeister Volker Kieber aus den Rathausakten. Doch bisher musste bei Bauprojekten wie der Gewerbegebietserweiterung oder der Sportplatzverlagerung kurzfristig nach möglichen Ausgleichsmaßnahmen gesucht und der Eingriff in die Fläche bewertet werden. Dies für die Zukunft zu vereinfachen und zu beschleunigen, sei der Sinn des Ökokontos, so Kieber.
Bei dessen Einrichtung wird nun der Landschaftsarchitekt die freien Gemeindeflächen erfassen, deren ökologische Wertigkeit begutachten und mögliche ökologische Aufwertungen aufzeigen. Hierbei akzeptierte der Gemeinderat das Angebot des Büros Dietrich, das für maximal 9350 Euro brutto das Konto erarbeiten wird. Dessen Pflege wiederum soll dann in den Folgejahren nach Arbeitsaufwand abgerechnet werden.
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Mit den höchsten Punktegewinn und damit eine besondere ökologische Aufwertung bringe laut Kieber zum Beispiel die Umwandlung eines Maisackers in eine Streuobstwiese. Doch auch bei den Gewässerläufen sehe er noch viel Potenzial, insbesondere weil so auch weniger landwirtschaftliche Fläche beansprucht werde. Hier wurde der Diplomforstwirt Fabian Mayer aus Eichstetten für rund 4250 Euro beauftragt, Ideen zur ökologischen Aufwertung zu erarbeiten, die dann auch ins Ökokonto eingestellt werden sollen.
Letztlich trete die Gemeinde, wenn sie die vorgeschlagenen Maßnahmen schon vor neuen Bauprojekten realisiere, in Vorleistung, betonte Bürgermeister Kieber. Doch man habe so die Möglichkeit, schon vorab sinnvoll zu planen. Und gerade jetzt, wenn die Forsteinrichtung und die Flurbereinigung laufen, sei eine gute Zeit.
Autor: schö
