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16. August 2008

Holzrad in der Dreisam und Windspiele aus Blech

Im Gottenheimer Ferienprogramm konnten Kinder ihre kreative Ader in der Natur und bei Bastelarbeiten ausleben

  1. Aus Blechdosen gestalteten die Kinder im Gottenheimer Ferienprogramm bunte Windspiele. Und in der Dreisam brachten sie mit Erfolg ein Holzrad zum Laufen. Foto: miriam dippe

GOTTENHEIM. "Kreativ in der Natur", dieses Motto hatte sich die neunköpfige Truppe auf die Fahnen geschrieben, die sich mit dem Rad auf zur Dreisam machte. Fantasietiere, Windspiele, Steinpyramiden und Blütenbilder standen auf dem Programm dieses Angebots innerhalb des Gottenheimer Ferienprogramms.

Als sich die Gruppe nach der kleinen Radtour an der Dreisam einfand, wurde sie schon von zwei der fünf Betreuerinnen in Empfang genommen. Sie kamen mit dem Auto, denn die Pflastersteine für die Steinpyramiden wären den Kindern dann doch zu schwer gewesen, um sie auf dem Drahtesel zu befördern. Wegen des warmen Wetters trieb es die 9 bis 12-Jährigen erst einmal ins Wasser, denn dort galt es, ein Wasserrad in Gang zu setzen. Dazu wurde das Wasser gestaut und tatsächlich drehte sich das Holzrad nach kurzer Zeit munter.

Getreu dem Motto "Kreativ in der Natur" gab das Angebot den Kindern einige Anregungen, ließ ihnen jedoch auch genügend Freiraum für eigene Ideen. Vier eigens angefertigte Werke konnten die Bastler am Ende des Tages stolz mit nach Hause nehmen. Doch die Entscheidung, mit was man beginnen sollte, fiel schwer. Schließlich war der Andrang bei den Windspielen zunächst am größten. Leere Konservendosen wurden nach Lust und Laune mit bunten Streifen, roten Herzchen oder blauen Wellen bemalt. Damit es bei Wind auch tatsächlich klingt, befestigten die Kinder Schnüre mit farbigen Kronkorken an den Enden. "Ich schenk’ das meiner Mama, die freut sich drüber," meinte Lene Rothacker, 11. Auch die Blütenbilder eignen sich bestens zum Verschenken, denn frische Blüten konnten fantasievoll aufgeklebt werden und zieren demnächst bestimmt einige Gottenheimer Fenster. "Ich find’ das auch ganz praktisch. Meine Oma hat bald Geburtstag, aber ich weiß noch nicht genau, was ich ihr von den Sachen schenken soll, die ich heute mache", sagte Lina Schulz, 9.

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Hauptorganisatorin Daniela Rothacker begründet ihre Motivation, solch ein Projekt anzubieten damit, dass sie selbst Kinder in diesem Alter habe und so deren Freude an der Natur unterstützen und fördern möchte. "Wir bieten das Projekt zum ersten Mal innerhalb eines Ferienprogramms an und freuen uns, dass es von den Kindern wahrgenommen wird," erklärt sie. Auch die teilnehmenden Jungs sind begeistert von der gebotenen Abwechslung: "Ich fahre gerne Fahrrad und ein bisschen planschen in der Dreisam find’ ich auch klasse. Außerdem macht hier alles super viel Spaß", freut sich Jakob Nückles, 8.

Wer gerne klebt und Stoffe mag, ist bei den Fantasietieren genau richtig. Enten, Mäuse oder ähnliches können zunächst aus Zeitung geformt werden, die anschließend mit Draht und Kleister zusammengehalten wird. Bunt wird die Maus oder Ente dann, wenn die Kinder sie mit verschiedenen Stoffen bekleben und verzieren. Mit Baguette und Kuchen gestärkt ging es an das wortwörtlich schwerste Angebot. Denn hier wurden Pflastersteine und andere große Steine erst kunterbunt bemalt und anschließend zu Pyramiden aufgebaut. Nach diesem kreativen Tag sind die Kinder nun um einige Ideen reicher und können sich schon mal überlegen, was sie von ihren neu gestalteten Schätzen selbst behalten und was sie verschenken wollen.

Autor: Miriam Dippe