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14. Mai 2009

Kleine Lösung für die Leichenhalle

Votum im Gottenheimer Rat

GOTTENHEIM (schö). Mit sieben zu fünf Stimmen votierten die Gottenheimer Gemeinderäte für ein von Architekt Uwe Ristau vorgeschlagenes Sanierungskonzept für die Leichenhalle am Friedhof. "Derzeit haben die Angehörigen Schwierigkeiten, in unserer Leichenhalle diskret und würdig von ihren Verstorbenen Abschied zu nehmen", erläuterte Bürgermeister Volker Kieber. Daher sei es der Wunsch vieler, die Leichenhalle zu sanieren.

Eine hierzu vorgestellte Untersuchung habe aber Kosten in Höhe von rund 226 000 Euro zu Tage gebracht. "Von der Verwaltung ist nun der Betrag von rund 73 000 Euro genannt worden, mit der Frage, was ist machbar", erläuterte Ristau sein neues Konzept. Um Kosten zu sparen, habe er auf Veränderungen an der Kubatur verzichtet, denn dies würde auch einen neuerlichen Bauantrag erfordern. Veränderungen gebe es aber im Innenraum. Aus dem bisherigen Lagerraum solle ein Abschiedsraum werden, die Aufbewahrungskammern sollen saniert und getrennt werden. Davor soll ein kleines Foyer entstehen und die bestehenden Toiletten saniert werden. Die Kosten sollen durch die bereits im Haushalt eingestellten 39 000 Euro, durch 25 000 Euro aus dem Konjunkturprogramm und eine überplanmäßigen Ausgabe seitens der Gemeinde gedeckt werden.

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Für Kurt Hartenbach (FWG) war die neue Planung zu knapp, unter anderem sei ein Behinderten-WC unabdingbar. Insgesamt sei diese kleine Lösung nicht zukunftsfähig. Ähnlich sah dies auch Alfons Hertweck (CDU), der auf die Notwendigkeit der Dachsanierung hinwies. Man teile das neue Konzept, erklärte hingegen Birgit Wiloth-Sacherer (SPD). Insbesondere die Innenrennovation sei nach mehr als 30 Jahren unbedingt nötig, daher sollte man nun das machen, was bezahlbar sei.

Dass man in Zeiten knapper Kassen Abstriche machen müsse, betonte Bürgermeister Kieber. Priorität müsse der Innenraum haben, damit die Angehörigen würdig Abschied nehmen könnten. "Wir haben 20 bis 25 Beerdigungen im Jahr, da kommen wir mit der vorgeschlagenen Lösung gut aus", meinte Kieber. Dennoch sollten das Dach und eine Lösung für ein Behinderten-WC mit geprüft werden; der Auftrag wurde an Uwe Ristau vergeben.

Autor: schö