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15. Dezember 2009

Kleiner Markt ganz lebendig

Rathaushof und Bürgerscheune verleihen dem Gottenheimer Weihnachtsmarkt Nestatmosphäre

  1. Marktimpressionen: Nikolause aus Holzstämmchen, Engel aus vergoldeten Nudeln Foto: barbara schmidt

GOTTENHEIM. Putzig, familiär, gemütlich – so beschrieben Besucher den fünften Gottenheimer Weihnachtsmarkt am Sonntag. Rund 35 Vereine, Privatleute und Gewerbetreibende aus dem Ort boten im Rathaushof viel Kulinarisches und allerlei Geschenkideen an. Gegen Abend wurde das Gedränge vor den liebevoll geschmückten Ständen immer dichter.

"Wir legen ganz großen Wert darauf, dass wir nur einheimische Aussteller nehmen", sagte Erich Lauble, der den Markt gemeinsam mit Jürgen Steiner organisiert hatte. Ehrenamtlich, versteht sich, denn ohne das freiwillige Engagement vieler Bürger käme dieser Markt nicht zustande. Die Initiative dazu kam von Bürgermeister Volker Kieber. Er war dieses Jahr aber verhindert; sein erster Stellvertreter Kurt Hartenbach eröffnete das fröhliche Markttreiben am Vormittag.

Alle waren mit Feuereifer dabei, auch ganz junge Helfer, wie die achtjährigen Chiara Schmiedle und Nina Hunn am Stand der Winzergenossenschaft. Die Bürgergruppe "Gottenheims Kinder" hatte die (beheizte) Bürgerscheune in eine Kaffeestube verwandelt. Hier gaben sich die Besucher die Klinke in die Hand. Der Gewerbeverein ließ Kindern durch einen Nikolaus bescheren und brutzelte außerdem an einem der 20 Marktstände Grillwürste. Es laufe gut, freute sich Petra Schneider und fügte hinzu: "Das Wetter ist ja wie bestellt, einfach perfekt." Auch Erika und Gaby Hunn vom Kirchenchor waren zufrieden. Ihr Dienst an der Sauerkraut-Knöpfle-Pfanne dauerte bis 19 Uhr.

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Die Auswahl an Essen und vor allem an Trinken war riesengroß. Neben dem klassischen roten Glühwein (natürlich aus Gottenheimer Wein) gab es die weiße Variante mit Sternanis und Limette sowie Weihnachtspunsch, Kirschlikör mit Sahne und vieles mehr. Ein Schuss Hochprozentiges steckte auch in den selbst gemachten Marmeladen, die Edeltraud Ambs anbot. Sie teilte sich einen Verkaufstand mit Andrea Schnell und Alfred Schröder. Einfach "aus Spaß an der Freude" hätten sie ihre bunten Weihnachtsdekorationen gebastelt, sagte Schröder und deutete auf die goldfarbenen Nudelengel und die großen Origami-Sterne. Viel verdienen lasse sich damit nicht, meinte er und fügte hinzu: Auf dem Markt stehe das kulinarische Angebot im Vordergrund. Viele Besucher schauten zwar, kauften aber nichts, bedauerte Schröder.

Besser lief es bei Anita Schies, die mit selbst gestrickten Socken und Schals direkt am Eingang stand. Sie würde sowieso stricken, Markt hin oder her. "So viel kann meine Familie gar nicht anziehen, wie ich gerne stricken würde", sagte sie und lachte. Die Stimmung war gut. Es kamen auch Besucher aus Freiburg und umliegenden Orten. Der Chor der Grundschule und eine Flötengruppe der Musikschule traten auf. Vor zwei Jahren, so erzählte Lauble, hätten sie den Markt auch auf die Rathausgasse ausgedehnt, "aber da war einfach keine Atmosphäre".

Autor: Barbara Schmidt