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12. Juni 2009
Kleines auf und ab im Gottenheimer Ratsgremium
CDU holt sich den 2004 an die SPD verlorenen Sitz zurück / Wähler konzentrieren sich stark auf Wunschkandidaten
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KarenHunn
Frauen Foto: privat -
Kurt Hartenbach
FWG Foto: privat -
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HeinzNiokola
FWG Foto: privat -
Birgit Wiloth-Sacherer
SPD Foto: privat -
Dr. BernhardStrittmatter
FWG Foto: privat -
WolfgangStreicher
SPD Foto: privat -
LotharZängerle
CDU Foto: privat -
JörgHunn
FBL Foto: privat -
ClemensZeißler
CDU Foto: privat -
AlfonsHertweck
CDU Foto: privat -
ThomasBarleon
FBL Foto: privat
GOTTENHEIM. Weiterhin bunt gemischt wird der neu gewählte Gottenheimer Gemeinderat aussehen. Fünf Parteien und Listen stellten sich zur Wahl; eine klare Mehrheit konnte bei den Wahlen keine Liste auf sich vereinigen, stärkste Kraft bleibt aber die Freie Wählergemeinschaft (FWG) mit 28,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Ihr Spitzenkandidat, Bürgermeisterstellvertreter Kurt Hartenbach, konnte mit 1302 Stimmen auch die meisten Wähler überzeugen. Er erhielt fast doppelt so viele Stimmen wie der Zweitplatzierte, Lothar Zängerle (CDU, 691 Stimmen). Mit 60,5 Prozent Wahlbeteiligung gingen zwar mehr Gottenheimer zur Wahl als im Land, aber doch deutlich weniger als noch vor fünf Jahren.
Auch wenn alle Gruppierungen ein annähernd gleiches Ergebnis wie 2004 erzielten, gibt es Gewinner und Verlierer. Hinzugewinnen konnten die FWG und die CDU. Doch nur die Christdemokraten gewannen neben rund zwei Prozentpunkten auch einen Sitz im Gemeinderat hinzu und haben künftig, ebenso wie die FWG, drei Mandate. Abgeben muss diesen Sitz die SPD, die als nun nur noch drittstärkste Liste leicht an Stimmen einbüßte. Besonders bitter ist dies für Markus Eberle, der nun seinen Gemeinderatssessel räumen muss; er erhielt mit 467 Stimmen nur eine Stimme weniger als Fraktionskollege Wolfgang Streicher. Die Freie Bürgerliste (FBL) und die Frauenliste büßten ebenfalls Stimmen ein, behielten aber ihre jeweils zwei Sitze.
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Die Gottenheimer schauten ganz genau, wer sie im Gemeinderat vertreten sollte. Ein vorderer Listenplatz brachte nicht automatisch ein gutes Wahlergebnis. So bekam bei der FWG nach den zwei amtierenden Gemeinderäten der vom letzten Platz aus gestartete Arzt und Vorsitzende der Reitsportfreunde, Bernhard Strittmatter, die drittmeisten Stimmen. Er wird künftig im Gemeinderat den Platz des nicht mehr angetretenen Stimmenkönigs Walter Hess einnehmen. Bei der CDU wiederum konnte der Vorsitzende des Jugendclubs, Clemens Zeissler, sogar den langjährigen Gemeinderat Alfons Hertweck um fünf Stimmen überholen und wird neu in den Rat einziehen.
Für die SPD erhielt Spitzenkandidatin Birgit Wiloth-Sacherer zwar wie erwartet die meisten Stimmen, nämlich 633, doch sind das fast 200 Stimmen weniger als bei der Wahl 2004. Bei der FBL wurden die Gemeinderäte Jörg Hunn und Thomas Barleon wieder in den Rat gewählt. Hunn erzielte dabei die meisten Stimmen, obwohl er von Platz sechs aus startete.
Bei der Frauenliste war Bürgermeisterstellvertreterin Lioba Himmelsbach nicht mehr angetreten, sie war vor fünf Jahren noch die Nummer drei aller Kandidaten. Dennoch hielten sich die Verluste der Frauenliste in Grenzen, neben Gemeinderätin Claudia Faller-Tabori qualifizierte sich auch Karen Hunn für einen Sitz am Ratstisch. Doch ihr Mandat wird sie aller Voraussicht nach nicht antreten. Auf Nachfrage der BZ erklärte sie, dass sie Ende Mai einen neuen Vertrag für eine Halbtagsstelle bei der Gemeinde Gottenheim als Kinderbetreuerin unterschrieben habe. Damit dürfte sie als Angestellte der Gemeinde nicht gleichzeitig im Gemeinderat vertreten sein. Sie sei sehr glücklich über ihre neue berufliche Chance. Erste Nachrückerin für ihren Gemeinderatssitz ist Miriam Engelhardt.
Ergebnisse: FWG 28,3% (2004: 26,7), 3 Sitze (3); CDU 21,6% (19,3), 3 Sitze (2); SPD 19,1% (20,2), 2 Sitze (3); FBL 16,3% (17,2), 2 Sitze (2); Frauenliste 14,7% (16,3), 2 Sitze (2). Wahlbeteiligung 60,5% (66,4).
Autor: Mario Schöneberg


