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31. Dezember 2008

Konzert zu Neujahr diesmal im Nachbarort

BZ-INTERVIEW: Lothar Dangel vom Musikverein Gottenheim.

  1. Lothar Dangel Foto: Schöneberg

GOTTENHEIM. Am Montag, 5. Januar, wird der Musikverein Gottenheim sein Neujahrskonzert geben – aber nicht wie bisher üblich in der heimischen Turn- und Schulhalle – sondern im Nachbarort Bötzingen, in der dortigen Festhalle. Warum die Gottenheimer Musik dort im "Exil" aufspielt, darüber sprach BZ-Mitarbeiter Mario Schöneberg mit dem 57-jährigen Vereinsvorsitzenden Lothar Dangel.

BZ: Herr Dangel, seit vielen Jahren spielen die Gottenheimer Musiker traditionell ihr Jahreskonzert in der heimischen Schulhalle. Warum geht der Verein dieses Jahr nach Bötzingen?
Dangel: Das hat nicht zuletzt mit unserer guten Jugendarbeit zu tun. Rund 20 junge Musiker konnte unser Dirigent Andreas Thoman im zurückliegenden Jahr in das große Orchester übernehmen. Damit haben wir am Montag mehr als 50 Musiker auf der Bühne. Da stimmen dann in der kleinen Turnhalle die Verhältnisse nicht mehr. Rund ein Drittel des Platzes wäre allein durch die Kapelle belegt. Da bliebe nicht mehr viel Platz fürs Publikum und gebe außerdem Probleme mit der Akustik.
BZ:
In den vergangenen Jahren wurde dafür an zwei Abenden gespielt, was erwarten sie am Tag vor Dreikönig für eine Resonanz? Werden die Gottenheimer den neuen Spielort annehmen?

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Dangel: Ich freue mich, dass Bötzingen als neuer Spielort so gut angenommen wird. Wir haben im Vorverkauf schon 250 Karten verkauft. Mehr als 400 Besucher haben Platz, so dass wir auch mal Freunde und Bekannte aus anderen Vereinen einladen können, das war bisher nicht möglich. Nicht zu vergessen ist dabei auch, dass die Helfer entlastet werden, wenn wir nur einen Auftritt haben. Für die Gottenheimer Besucher haben wir einen kostenlosen Bustransfer ab Bahnhof eingerichtet.
BZ: Ist das eine einmalige Sache oder eine dauerhafte Option für die Zukunft?
Dangel: Solange es nichts Geeignetes in Gottenheim gibt und wir nicht wieder weniger Musiker werden, werden wir das wohl weiterhin so machen. Je nachdem wie es angenommen wird. Ich denke, Gottenheim braucht nicht unbedingt eine Halle, aber ein Bürgerhaus mit Platz für bis zu 400 Personen wäre schön.
BZ: Zu guter Letzt, wie geht es dem Gottenheimer Musikverein und was dürfen die Besucher am kommenden Montag erwarten?
Dangel: Ich denke, der Musikverein hat in seinem 127. Jahr einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung. Wir haben rund 400 Mitglieder, darunter etwa 60 Aktive und einen guten Dirigenten aus den eigenen Reihen, der uns kontinuierlich nach vorn gebracht hat. Das Musizieren macht richtig Spaß. Und beim Konzert wird es nach dem Auftritt der Jugendkapelle einen bunten Mix aus klassischer Blasmusik, modernen Kompositionen und bekannten Ohrwürmern geben.

Autor: schö