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14. April 2011
Kulturdenkmale im Boden bei Gottenheim
11 archäologische Fundstellen.
GOTTENHEIM. Das Regierungspräsidium Freiburg hat über Jahre hinweg Übersichtspläne der archäologischen Kulturdenkmale und Fundstellen rund um Freiburg erstellt, so auch in Gottenheim. Insgesamt elf solcher Gebiete wurden allein in und um Gottenheim auf Gemarkung der Gemeinde gefunden und eingetragen. Im Dezember wurde diese Karte für Gottenheim fertiggestellt.
Alle Flächen auf dieser Liste sind zwar Denkmale, aber stehen meist nicht unter Denkmalschutz. Trotzdem muss, bevor auf solchen Grundstücken gebaut werden soll, geprüft werden, welche archäologische Funde gibt.
Das Teilstück der B 31, was gerade fertig gebaut wird, führt direkt durch eine dieser Fundflächen im Gewann Langmatten. Dabei ist noch unbekannt, welchen genauen vorgeschichtlichen Hintergrund diese Fundstelle von vermuteten Siedlungsresten hat. Sie konnte bisher zeitlich nicht näher bestimmt werden, auch nicht, als das Gelände vor der Freigabe der Bautrasse nochmals begangen wurde. Sollte die B 31 jemals in Richtung Breisach weiter gebaut werden, würde sie im Gebiet des Nötigwalds ebenfalls eine Fundstelle treffen. Die Karte trägt nun einen Vermerk, dass hier ein archäologisches Kulturdenkmal liegt, mit römerzeitliche Siedlungsspuren.
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Auf der Nordspitze des Tunibergs, wo ein Supermarkt geplant ist, soll einmal eine Siedlung gewesen sein, aus der Urnenfelderzeit vor rund 3000 Jahren. Dort müsste, falls hier gebaut werden soll, noch geprüft werden, ob es sich um ein archäologisches Kulturdenkmal handelt. Das würde nicht bedeuten, dass hier gar nichts gebaut werden kann. Aber es muss vor Bauarbeiten untersucht werden, ob dort noch irgendwelche Funde gemacht werden können. Ein paar der wenigen bisherigen archäologischen Funde aus Gottenheim werden im zentralen archäologischen Fundarchiv in Rastatt gelagert.
Autor: Marie Kusche und Marlene Wilkes
