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10. Juli 2010
Mähen gegen Hochwasser
Moosverband vergibt Pflegeauftrag für Gottenheimer Flutmulde und Dietenbachbecken.
GOTTENHEIM. Einmütig stimmten die Mitglieder des Entwässerungsverbandes Moos, der die Gemeinden Umkirch und Gottenheim vor Hochwasser schützt, dafür, den bestehenden Pflegevertrag für die Flutmulde Gottenheim zu verlängern. Er soll auch auf das Hochwasserrückhaltebecken Dietenbach ausgedehnt werden.
Vor drei Jahren hatte die Verbandsversammlung, die aus Gemeinderäten von Gottenheim und Umkirch besteht und der zur Zeit Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber vorsteht, einem Pflege- und Entwicklungsplan für die Gottenheimer Flutmulde zugestimmt, der vom Biologen Wolfgang Röske erarbeitet worden war. Nun erläuterte Röske die Umsetzung.Seit zwei Jahren sei man nach und nach daran, die aus einem Offenland- und einem Waldabschnitt bestehende Flutmulde zu sanieren, erläuterte Wolfgang Röske. Dies erfolge stets in kleinen Schritten, um auch dem Naturschutz gerecht zu werden. So wurden Mäh- und Gehölzarbeiten vorgenommen, die Mulde wurde außerdem entschlammt. Dabei sei auch ein fünf Meter breiter Seitenstreifen freigelegt worden, auf dem die Mulde nun auch mit schwerem Gerät befahren werden kann. Insgesamt sei man nach Jahren des Nichtstuns sowohl in Sachen Naturschutz, als auch beim Hochwasserschutz – der komplette Abfluss wurde wiederhergestellt – nun auf einem guten Weg, müsse aber dranbleiben, betonte Röske.
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Gleiches gilt laut Röske auch für das Dietenbachbecken, wo ein Gehölzschnitt und das Mähen der Böschungen notwendig waren. Er empfehle daher, auch für die Pflege des Dietenbachbeckens die Firma "Wisser und Danzeisen" aus Herbolzheim und Teningen zu beauftragen, die bereits die Arbeiten an der Mulde erledigt hat.
Den Streifen im Wald entlang der Hochwassermulde habe die Gemeinde durch eigene Holznutzung freigelegt, ergänzte Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber, der auch die gute Arbeit der Firma "Wisser und Danzeisen" lobte. Sie sei sehr gut mit Spezialgeräten ausgerüstet und doch vor zwei Jahren der günstigste Anbieter gewesen. Daher sei auch er für die Verlängerung um drei Jahre mit der Firma und für die Ausweitung des Vertrages auf die Pflege der Dietenbachdämme, die auf Freiburger Gemarkung liegen. Dem stimmte das Gremium zu, im Verbandshaushalt sind für die Pflegearbeiten 15 000 Euro eingestellt, abgerechnet wird bei Bedarf stundenweise.
Autor: Mario Schöneberg
