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22. Mai 2009

Mal flotte, mal duftig leichte Klänge – aber immer tanzbar

Mit vier Ensembles, darunter der Glottertäler Trachtenkapelle, verwöhnte der Akkordeon-Spielring Gottenheim/Umkirch ein dankbares Publikum

  1. Flink und treffsicher sausten über Tasten und Knöpfe die Finger der Musiker des Akkordeon-Spielrings. Foto: mario schöneberg

GOTTENHEIM (schö). Einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abend erlebten mehr als 100 Freunde der Akkordeonmusik beim diesjährigen Muttertagskonzert des Akkordeonspielrings Umkirch/Gottenheim in der Gottenheimer Schulturnhalle. "Let´s dance" hatten die Organisatoren des Konzertabends als Motto ausgegeben, und die Zuhörer bekamen die unterschiedlichsten Arten von Tanzmusik zu hören. Auch die diesjährige Gastkapelle, die Akkordeon-Trachtengruppe aus dem Glottertal passte sich dem Motto hervorragend an. Und das Programmheft, die Halle als auch die Bühne waren passend dazu liebevoll mit Tanzschritten dekoriert.

Zum Auftakt des launigen und unterhaltsamen Abends gab es eine Premiere. Das kleine Akkordeon-Ensemble des gastgebenden Akkordeonspielrings hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt. Auch in dieser kleinen Besetzung konnten die Musiker überzeugen. Für ihren vierteiligen "Ballettabend" von Rudolf Würthner gab es reichlich Beifall, für den sich die Vereinsvorsitzende und Moderatorin Petra Krumm bedankte. Als Zugabe spielten sie noch einen musikalischen Stierkampf.

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Kaum noch Platz auf der Bühne hatte Dieter Müller, Dirigent der Glottertäler Trachtengruppe, als sein Ensemble Platz genommen hatte. Rund 20 Musiker waren bei den in historischer Tracht angereisten Gästen im musikalischen Einsatz. Auch wenn mancher Zuschauer Angst hatte, dass Müller von der engen Bühne fallen könnte, er blieb standhaft und führte sein Ensemble gekonnt durch einen bunten Reigen beliebter Melodien. War die Tanz-Rhapsodie zum Auftakt noch sehr konzertant, so folgten dann wunderbar leichte Walzer-Melodien von Johann Strauß. Wieder melancholischer wurden die Musiker beim "Tango- Bolero", um dann bei drei bekannten Melodien von Bert Kaempfert endgültig den Geschmack des Publikums getroffen zu haben.

Sehr aufschlussreich war auch die kleine Einführung von Hubert Rombach, Vorsitzendem der Trachtengruppe, in die Symbolik der Glottertäler Tracht. Konnte man doch früher an den mehr oder minder edlen Ausstattungen der Damen ihr Alter, ihre finanzielle Situation und ihren Familienstand ablesen. Es folgte noch ein Walzer mit Tanzeinlage, bevor die Glottertäler – natürlich erst nach Zugabe – die Bühne räumen durften.

Nächster Programmpunkt war das Schülerorchester des Akkordeonspielrings. Flotte tanzbare Songs hatte Leiterin Oktavia Röhl mit ihren Schützlingen einstudiert. Ob für den Ententanz, "Let´s twist again" oder "Rock around the clock", auch der musikalische Nachwuchs wusste zu überzeugen. Anschließend übernahm das Konzertorchester das Kommando, wiederum unter Leitung von Oktavia Röhl. Ein bunter Reigen von leichten bis anspruchsvollen, oftmals speziell für Akkordeon arrangierten, aber noch immer tanzbaren Melodien, wurde nun dem dankbaren Publikum dargeboten. Darunter so bekannte Stücke wie der "Tiger Rag", der "Original Charleston" oder Ausschnitte aus "Lord of the Dance". Auch die große Kapelle wurde mit viel Beifall verabschiedet.

Musizierend und tanzend begab sich zum Finale die Jugend des Akkordeonspielrings auf "Lisa´s verrückte Traumreise". Die Jungmusiker setzten ein beeindruckendes Ausrufezeichen. Ehrungen gab es während des Abends auch: Stefan Ambs, Dirk Disch sowie Jochen und Ralf Melcher wurden vom Bezirksvorsitzenden Hubert Rombach für mehr als 15 aktive Jahre mit der silbernen Ehrennadel des Deutschen Harmonikaverbandes ausgezeichnet, Ralf Melcher bekam zudem noch von Bezirksjugendleiter Clemens Zeissler den silbernen Pin für seine besonderen Leistungen in der Jugendarbeit.

Autor: schö