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16. Mai 2009

Mal für, mal gegen eine Planänderung

Gottenheimer Rat streicht Wendeplatte aus Bebauungsplan / Grünes Garagendach abgelehnt

GOTTENHEIM (schö). Einstimmig sprach sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für eine Änderung des Bebauungsplans Gewerbegebiet Nägelsee aus. Eine bisher vorgesehene Wendeplatte am Ende einer Erschließungsstraße soll dem Grundstück der Firma Merkle zugeschlagen. Stadtplaner Ulrich Ruppel erläuterte, dass die Erschließung für die Firma deutlich teurer geworden sei, als beim Satzungsbeschluss erwartet. Dies liege vor allem am schwierigen Baugrund, der vor Baubeginn aufgefüllt werden müsse. Man wolle der Firma kostenmäßig entgegen kommen. Die Wendeplatte sei verzichtbar, weil derzeit nur zwei Firmen durch die Straße erschlossen würden. Der Lieferverkehr könne die geplante Firmenhalle umfahren und so wenden. Den übrigen Verkehr weise ein Schild auf die fehlende Wendemöglichkeit hin.

Mit großer Mehrheit lehnte der Gemeinderat dagegen den Bau einer Garage mit begrüntem Flachdach in der Hauptstraße aus. Das Grundstück liege im Gebiet des Bebauungsplans Unterdorf erläuterte Bürgermeister Volker Kieber. Dieser sehe auch für Garagen geneigte Pult- oder Satteldächer vorsehe. Eine Befreiung vom Bebauungsplan würde im Ortskern einen Präzedenzfall schaffen. Daher solle man dem Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans seitens der Eigentümer nicht zustimmen. Der gleichen Meinung waren sieben weitere Ratsmitglieder, vier enthielten sich.

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Autor: schö