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07. März 2010 14:18 Uhr

Bürgerinitiative "Go West B 31"

Mit Skepsis in die Zukunft

Die Bürgerinitiative "Go West B 31" fühlt sich vom Regierungspräsidium schlecht informiert über den Stand der Planung der neuen B 31.

  1. Die Fahrbahn der aus Richtung Buchheim durch den Wald kommenden B 31 West (links) ist fertig,aber noch nicht freigegeben. Foto: frietsch

GOTTENHEIM (schö). Eher skeptisch und mit wenig Vertrauen in die Zusagen des Regierungspräsidiums blickten die Mitglieder und Gäste in der Jahreshauptversammlung der Gottenheimer Bürgerinitiative (BI) "Go West B 31" im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung in die Zukunft.

Der Weiterbau der Bundesstraße 31 sei für die Gemeinde – nicht zuletzt wegen der zu erwartenden Verkehrsbelastungen im Dorf – ein sehr wichtiges Thema, betonte Bürgermeister Volker Kieber im Saal des Gasthauses Adler, wo sich rund 50 Interessierte am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung der BI eingefunden hatten.

"Leider muss man feststellen, dass es von Seiten der Planungsbehörde nur wenig Informationen zum Stand der Planungen gibt", bedauerte Kieber. Außerdem informierte er die Anwesenden, dass die Offenlage der Planungen für den 2. Abschnitt nun noch vor der Sommerpause angekündigt sei.

Doch hier sei er sehr skeptisch, so der Bürgermeister. Schließlich sei die Offenlage schon in einem Gespräch mit den Bürgermeistern für den Sommer 2009 zugesagt gewesen, dann hieß es Dezember 2009, Januar 2010 und nun Sommer 2010. Außerdem berichtete Kieber von Verzögerungen beim Bau des 1. Abschnitts wegen Umplanungen einiger Bauwerke. Letztlich dränge die Zeit. Sollte die Planung für den 2. Abschnitt nicht vor Inkrafttreten des neuen Bundesverkehrswegeplans rechtskräftig sein, stehe der Baubeginn in weiter Ferne.

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Dass man als Bürgerinitiative viel bewegen könne, betonte der Landtagsabgeordnete Bernhard Schätzle, der sich ebenfalls über die ausgesprochen lange Planungsphase wunderte und versprach, die Anliegen Gottenheims als ehrlicher Makler mit in seine parlamentarische Arbeit zu nehmen.

Optimistischer sah Hans Mattmüller von der Ihringer BI die Sachlage, er hoffe wegen der langen Planungsphase auf eine gründliche Arbeit der Planer. Die weitere Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit dem Ziel, noch mehr Druck aufzubauen, betonten zudem Vertreter der Initiativen aus Umkirch und Bötzingen.

Schon zu Beginn der Versammlung hatte Alexandra Dankert, die als Vorsitzende wiedergewählt wurde, auf die Ereignisse des vergangenen Jahres für die 72 Mitglieder zählende BI zurückgeblickt. Dazu zählten Treffen und Gespräche mit Politikern und Planern, Öffentlichkeitsarbeit, unter anderem ein Radiointerview und eine Kundgebung auf der neuen Trasse sowie ein intensiver Austausch mit den benachbarten Bürgerinitiativen.

Außerdem wurden Sandra Selinger als stellvertretende Vorsitzende, Stefanie Heinemann als Schriftführerin sowie Mathias Wiloth als Kassierer in ihren Ämtern wiedergewählt.

Autor: schö