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14. Oktober 2010
Nachschub für Polit-Wein
Im Gottenheimer politischen Weinberg kamen 600 Kilo Spätburgundertrauben in die Bütte.
GOTTENHEIM. Die Weinlese am Tuniberg ist mittlerweile in ihrer Endphase angekommen. Es werden nur noch höherwertige Burgunderweine geerntet. Jetzt waren auch die Selektionsreben aus dem "politischen Weinberg" der Gemeinde an der Reihe, die knapp 600 Kilogramm Spätburgunder-Trauben ausgaben.
Sehr genau schauten sich Bürgermeister Volker Kieber, Gemeinderat Heinz Nikola wund weitere Helfer aus dem Dorf und Gemeindemitarbeiter bei strahlendem Sonnenschein die Trauben an. Alles was noch nicht reif oder faul war, wurde aussortiert, schließlich soll aus der Ernte des mit über 30 Jahre alten Reben bepflanzten 8,7 Ar großen Rebstücks mal der Repräsentationswein der Gemeinde werden. Der Dank des Bürgermeisters galt zudem denen, die die Reben das Jahr über pflegen, besonders engagiert sei hierbei der ehemalige Gemeinderat Walter Heß. Ausgebaut wird der Wein nun speziell für Gottenheim im Badischen Winzerkeller.Zwischen 90 und 92 Grad Öchsle hatte der Most vom politischen Weinberg, stellte der Vorsitzende der Winzergenossenschaft (WG) Michael Schmidle später bei der Traubenannahme in der örtlichen Winzerhalle fest. Die Burgundertrauben im Allgemeinen hätten in Gottenheim eine für das schwierige Wetterjahr überraschend gute Qualität und ein feines Aroma. Eine enorme Öchslezahl sei nicht unbedingt notwendig für einen guten Wein, mit den 90 Grad im Schnitt könne man daher gut leben. Einzig bei den weißen Sorten gebe es im Vergleich zum Vorjahr ein Defizit von über 25 Prozent. Besonders der Müller- Thurgau sei knapp, nur 100 bis 110 Kilogramm je Ar wurden schon Mitte September geerntet, bei immerhin rund 84 Grad Öchsle im Schnitt.
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Michael Schmidle betonte, Gemeinde und Winzer zögen an einem Strang bei der Darsatellung Gottenheims als Weinort, der Wein vom politischen Weinberg sei da ein Aushängeschild. Nach der Weinlese werde nun auch das Projekt Verkaufsstelle in der ehemaligen Tankstelle in der Hauptstraße in Angriff genommen, informierte der WG-Chef. Ein Pächter, der den WG-Wein und weitere, ergänzende Produkte zu festen Öffnungszeiten anbieten wolle, sei gefunden. Das Ziel sei die Eröffnung im kommenden Frühjahr.
Autor: Mario Schöneberg
