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07. Februar 2011
Nacht der Fackeln und schrägen Töne
Viele Zuschauer und gut 2000 Hästräger beim Fackelumzug und Guggenzeltfest in Gottenheim / Lob fürs Narrendorf.
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Leuchtende Erscheinung: Satansbrode aus Freiburg-Zähringen Foto: Mario Schöneberg
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Für Licht in der Dunkelheit sorgten die gastgebenden Gottenheimer Krutstorze (links). Im Zirkuszelt waren die Guggemusiker aus Wolfschlugen für Stimmung und dröhnende Ohren zuständig. Foto: Mario Schöneberg
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Foto: Mario Schöneberg
GOTTENHEIM. Am Samstagabend erhellten hunderte Lichter und Fackeln die stockfinstere Gottenheimer Nacht. Tausende Zuschauer und gut 2000 Narren, Musiker und Hästräger feierten gemeinsam eine Mega-Party beim zweiten Fackelumzug im Tunibergdorf und anschließend im großen Zirkuszelt.
Erwartungsfroh warteten die Gottenheimer Einwohner und Gäste in der anbrechenden, fast frühlingshaft lauen Winternacht, bis sich um kurz nach sieben der Zug in Bewegung setzte. Ganz vorne marschierten die Gastgeber, die "Krutstorze" mit ihrer Guggemusik "Krach und Blech", es folgten viele befreundete Zünfte aus der näheren Umgebung, aber auch Narren, die einen weiteren Weg hinter sich hatten. Sie kamen aus dem Schwarzwald, der Ortenaus, von der Schweizer Grenze und sogar aus dem Schwabenland.Bunt gemischt war denn auch das Narrenvolk, von Hexen über Teufel bis hin zu Geistern, Kobolden, Clowns und sonstigem schaurig-lustigem Volk gab es für die Zuschauer einiges zu sehen. Einige Narren ließen es sich auch nicht nehmen, ausgesuchte Zaungäste in Konfetti zu baden. Für die Kleinen wiederum gab es reichlich Süßes, die Großen bevorzugten hingegen flüssige Stärkung. Einige Jugendliche kannten dabei wohl ihren Grenzen nicht und so hatten die Sanitäter vom Roten Kreuz schon vor dem Umzugs- Ende eine Alkoholleiche zu versorgen. Im Narrendorf hingegen sorgte ein Sicherheitsdienst für Ordnung. Außerdem regelte die örtliche Feuerwehr den Verkehr im Dorf.
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Eine gute Stunde lang schlängelte sich der närrische Lindwurm durch das für den Straßenverkehr vorübergehend gesperrte Dorf, um sich dann in der Zeltstadt an der Schule aufzulösen. Für fröhliche Stimmung auf der Strecke sorgten die insgesamt zwölf Guggemusiken, die im Zug mitliefen. Später im Zelt waren einige der Instrumentenquäler nochmals zu hören, andere waren extra für ihren Auftritt gekommen. Den weitesten Weg hatten dabei wohl die "Hexenbuster" aus dem schwäbischen Wolfschlugen. Weitere Gruppen kamen unter anderem aus Steinen, Gurtweil, Badenweiler, Ottenheim oder Friesenheim. Zur Hälfte spielten sie im mehr als 900 Quadratmeter großen beheizten Zirkuszelt oder aber im mit rund 500 Quadratmetern auch nicht viel kleineren Nebenzelt. Zwischen den Auftritten sorgten die DJ´s und Moderatoren für gute Laune, unter ihnen auch das langjährige Urgestein der Gottemer Fasnet, Eckehart Briem. Viele der von weiter weg gekommenen Narren zeigten sich beeindruckt von dem aufwändig aufgebauten Narrendorf. Gottenheim sei wieder ein Markenzeichen im Fasnachtskalender, war vielfach zu hören.
Die Vorarbeit für das Fest hatten die rund 60 aktiven Mitglieder der "Krut-storze" in den Wochen zuvor geleistet. Gut 100 Helfer waren notwendig, um die Zeltstadt aufzubauen, am Samstag halfen dann noch Mitglieder befreundeter Vereine aus dem Dorf bei der Bewirtung.
Autor: Mario Schöneberg


