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30. November 2009

Nachtrag enger geschnürt

Gottenheim reagiert auf Einnahmeausfälle im laufenden Etat

GOTTENHEIM (schö). Als Konsequenz aus den wegbrechenden Steuereinnahmen im Zuge der Wirtschaftskrise verabschiedete der Gemeinderat einstimmig einen Nachtragshaushalt. Kernpunkte des von Rechnungsamtsleiter Claus Ehmann vorgelegten Zahlenwerks sind Einsparungen – insbesondere im Vermögenshaushalt.

"Das ist ein Beschlussvorschlag, der uns nicht freut, den wir aber nicht selbst zu verantworten haben", betonte Bürgermeister Volker Kieber, Insbesondere die Gewerbesteuer falle 2009 deutlich geringer aus. Statt der vorsichtig geschätzten 750 000 Euro nehme Gottenheim hier nach aktueller Schätzung nur rund 300 000 Euro ein. Aber auch der Anteil an der Einkommenssteuer und diverse Zuweisungen würden wegbrechen, ergänzte Rechnungsamtsleiter Ehmann. Insgesamt rechne er mit rund 23 Prozent Mindereinnahmen. "Bei so großen Veränderungen ist ein Nachtragshaushalt Pflicht", erklärte der Bürgermeister. Positiv sei, dass die selbst auferlegte Haushaltssperre vom Sommer schon Wirkung zeige.

Insgesamt verringert sich das Volumen des Verwaltungshaushaltes um rund 105 000 Euro auf nun 3,77 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt schrumpft um rund 468 000 Euro auf 5,43 Millionen Euro. Sind es im Verwaltungshaushalt viele kleine Posten wie Unterhaltungsmaßnahmen, Schulungen und Umlagen, die geringer ausfallen, werden im Vermögenshaushalt ganze Vorhaben vorerst auf Eis gelegt oder geschoben. Unter anderem trifft dies Vorhaben im Bereich des Landessanierungsprogramms, die Umgestaltung der Leichenhalle oder die Teerung des Hinterfalterwegs. Im Gegenzug wird sich aber die Zuführung zum Verwaltungshaushalt um rund 400 000 Euro in etwa verdoppeln.

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Autor: schö