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24. Januar 2009
Neue Ableitung für Regenwasser aus den Reben
Gottenheim plant Rinne
GOTTENHEIM (schö). Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte in ihrer Sitzung am Montagabend, in der Langgasse eine Entwässerungsrinne mit einem angeschlossenen, etwa 50 Meter langen Kanal einzubauen. Sie solle das Regenwasser aus dem Rebberg von der Kanalisation des Ortes fernhalten und diese entlasten.
Im Rahmen der Erstellung des Generalentwässerungsplanes für Gottenheim habe er festgestellt, dass auch die Entwässerung eines Teiles des Rebberges über die Kanalisation des Dorfes erfolge, erläuterte Thomas Brennt vom Ingenieurbüro Ernst & Co. Dies stelle aber insbesondere bei starken Regenfällen eine unnötige Belastung des eh schon unterdimensionierten Kanalnetzes dar, betonte der Ingenieur. Es sei ein Unding, dass das Wasser über die Langgasse in Gullys im Dorf laufe, und dann vom Mischwasserkanal quer durch den Ort zum Hebewerk transportiert und dort wieder angehoben werden müsse. Mit einer Rinne und einem kleinen Kanal neben der Böschung könne dieses Oberflächenwasser abgefangen und Richtung Regenrückhaltebecken im Ried abgeleitet werden. Um immerhin 60 Kubikmeter in der Stunde könne so der Kanal bei Starkregen entlastet werden.
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Allein mit straßenbaulichen Veränderungen sei an der Stelle eine Umleitung des Oberflächenwassers aber nicht hinzubekommen, erklärte Brennt. Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat erklärte er zudem, dass er keine zusätzlichen Gefahren für die Böschungen entlang der späteren Rinne zum Riedbecken sehe, da ein großer Teil des Rebberges über diese Wirtschaftswege entwässert würden. Sollte es dennoch Probleme geben, könnte immer noch nachgearbeitet und der Kanal verlängert oder die Rinnen vertieft werden.
Drei Angebote waren für die Arbeiten eingegangen. Das teuerste lag bei rund 27 400 Euro brutto. Den Zuschlag erhielt als günstigster annehmbarer Bieter die Firma Maucher aus Gottenheim für gut 25 200 Euro. Die Mittel würden in den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes Abwasser eingestellt, ergänzte Bürgermeister Volker Kieber, die Arbeiten sollen im Frühjahr stattfinden. Kieber betonte, er habe das Wasser lieber im Rebberg als in den Kellern Gottenheimer Häuser.
Autor: schö
