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02. März 2010

Neue Bleibe gibt Grund zum Feiern

Firma AHP Merkle nutzt ihren Umzug nach Gottenheim zu einem Fest mit der ganzen Belegschaft und vielen Gästen.

  1. Zum Dessert gab es den symbolischen Firmenschlüssel (von links): Mitarbeiter Christoph Kern, Kathrin und Geschäftsführer Christen Merkle, Architekt Klaus Wehrle, Seniorchefs Renate und Gerhard Merkle. Foto: schöneberg

GOTTENHEIM. "Ich bin mir sicher, nun sind wir in Gottenheim angekommen", freute sich Christen Merkle, Geschäftsführer der Firma "AHP Merkle", nach einem gelungenen Festabend. Am Freitagabend feierte der Hersteller von hochpräzisen Hydraulikzylindern mit Mitarbeitern, Kunden und Ehrengästen ihren Umzug von Hugstetten an den Tuniberg mit einem großen Fest im festlich dekorierten Zirkuszelt beim Gottenheimer Bahnhof.

Schon zu Beginn des Abends hatte Christen Merkle die Lacher der mehr als 400 Gäste auf seiner Seite. Neben den Ehrengästen, darunter der Bundestagsabgeordnete Gernot Erler, Landrätin Dorothea Störr-Ritter, der Oberbürgermeister von Tschervonograd (Ukraine), Ihor Tschudifowytsch und Iryna Chartschuk, Bürgermeisterin von Sosnivka (Ukraine), begrüßte Merkle im festlich geschmückten Zirkuszelt auch den Bürgermeister der "schönen Kaiserstuhlgemeinde Gottenheim", Volker Kieber. Später betonte der Bürgermeister, dass der Umzug der Firma an den Tuniberg eine tolle Sache sei, schließlich trage das international agierende Familienunternehmen auch den Namen Gottenheim in die Welt hinaus.

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Die Gelegenheit zum Rückblick nutzten die Senior-Chefs Renate und Gerhard Merkle. Sein erstes Büro sei sein mit klappbarem Zeichenbrett und Schreibmaschine ausgerüstetes Wohnzimmer gewesen. Gefertigt wurde zur Zeit der Firmengründung 1973 in Garage und Keller in Gundelfingen, berichtete Gerhard Merkle. Doch er habe immer den Traum von der Selbständigkeit gehabt. Und Glück gehöre natürlich auch dazu. Mit dem Slogan "Qualität setzt sich durch" habe man Werbung gemacht und sei nun stolz, mit rund 120 Mitarbeitern der Marktführer im Hydraulikzylinderbau für den Formen- und Sondermaschinenbau zu sein.

An die Schwierigkeiten der Firmengeschichte erinnerte Renate Merkle. So habe die Schwiegermutter ihr Haus verkauft, damit die Firma überhaupt gegründet werden konnte. Später, als die Firma ihren Sitz nach Hugstetten verlagert hatte, habe es nochmals sehr schwere Zeiten gegeben, die nur dank der engen Verbundenheit der Mitarbeiter zum Unternehmen und einem Förderkredit des Landes überwunden werden konnten, für den sich besonders Gernot Erler stark gemacht habe. Die Seniorchefin dankte besonders den langjährigen Mitarbeitern.

Die Leistungen der Firma und das soziale Engagement würdigte der SPD- Bundestagsabgeordnete Erler: "Familie Merkle wartet nicht auf eine bessere Zukunft, sie schafft sie". Lob für den gelungenen Neubau bekam die Firma Merkle auch von Landrätin Störr-Ritter. Es sei ein Stück Kultur, das den Menschen eine berufliche Heimat biete. Sie ziehe nicht den Hut, aber den Zylinder, vor der Leistung der Familie Merkle, aber auch vor dem Engagement der starken Frauen der Familie.

Später kamen noch weitere Ehrengäste, Mitarbeiter und die Besucher aus der Ukraine zu Wort. Letztere dankten für das Engagement der Renate-Merkle-Stiftung, die in der Region Tschervonograd Kranke, Alte, Behinderte und Kinder unterstützt. Beim Festabend wiederum wurde die Firma von Gottenheimer Vereinen unterstützt. Die Narrenzunft stellte die Organisation für das Zelt, der Musikverein half mit und der Sportverein bewirtete.

Autor: Mario Schöneberg