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01. Oktober 2009

Neue Vorgaben für Ausiedlung

Bebauungsplan verabschiedet

GOTTENHEIM (schö). Bei einer Gegenstimme votierten die Gemeinderäte für die von Stadtplaner Ulrich Ruppel überarbeitete Version des Bebauungsplans "Au, Neuentwicklung". Anschließend fassten die Räte auch den Satzungsbeschluss.

Die Aufstellung einer neuen Planung sei notwendig und sinnvoll geworden, weil für die Au bisher vier verschiedene Bebauungspläne galten, sagte Ruppel. Der älteste war eine Polizeiverordnung von 1961, der umfangreichste hatte mehr als ein Dutzend Anlagen. Außerdem seien einige Regelungen, unter anderem die verbindlichen Baulinien, nicht mehr zeitgemäß. Weiterhin möchte die Gemeinde mit der neuerlichen Überplanung eine Nachverdichtung auf den doch recht großen Grundstücken im Au-Gebiet ermöglichen, um Flächen zu sparen.

Kennzeichnend für das neue Plangebiet sei die Zweiteilung, im Norden und Osten die Ausweisung eines allgemeinen Wohngebiets mit nicht störender gewerblicher Nutzung, im südwestlichen Teil das Dorfgebiet. Hiermit sollten besonders die dortigen Nebenerwerbslandwirte geschützt werden. Kennzeichnend für den neuen Plan seien durchgehende Baufenster mit zum Teil verringerten Abständen zur Straße. Außerdem seien Karten zur Hochwassergefahr, zur Lärmentwicklung und zur Grundwasserhöhe Teil des Planwerkes. Neu zu bauende Häuser sollen das Grundwasser nicht mehr berühren und das Erdgeschoss soll oberhalb eines möglichen Hochwassers liegen.

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In der Diskussion ging es hauptsächlich um Anliegen von Anwohnern ein. So war ein Nachbar gegen die Abholzung von Bäumen auf einem Gemeindegrundstück bei der ehemaligen Tankstelle. Ein anderer wollte die Baufenstergrenze auf seinem Grundstück weiter nach Norden verschieben. Eine Erbengemeinschaft verwahrte sich gegen mehrere Bauvorschriften, so auch gegen das Verbot, das Grundwasser zu tangieren, gegen die Grundflächenzahl von 0,4 und die Vorschrift, bei Neubauten Zisternen zur Regenwasserrückhaltung zu errichten und je Wohneinheit 1,5 Parkplätze nachzuweisen. Letztlich wurde der Bebauungsplan mit großer Mehrheit angenommen.

Autor: schö