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29. Juni 2010

Neuer "Global Player" für Gottenheim

Kromer baut Hebezüge und Maschinenaufhängungen für den Weltmarkt künftig am Tuniberg.

  1. Es kann losgehen: Spatenstich für den Neubau der Firma Carl Stahl Kromer in Gottenheim. Foto: mario schöneberg

GOTTENHEIM (schö). Ab dem kommenden Frühjahr möchte die Firma "Carl Stahl Kromer" ihre Hebezüge und ausgleichenden Werkzeug- und Geräteaufhängungen an ihrem neuen Firmenstandort im Gottenheimer Gewerbegebiet produzieren. Am Freitag war der Spatenstich für den Neubau.

"In Workshops haben die Mitarbeiter die Anordnung der Maschinen und die neuen Produktionsabläufe geplant, wir bauen nun nur noch die Hülle drum herum", erläuterte Architekt und Planer Wolfgang Kuhn aus Bad Wurzach die Grundzüge des neuen Firmengebäudes, das zwischen den Firmen "GFS" und "Merkle" entstehen soll. Auf dem 5160 Quadratmeter großen Grundstück ist eine Produktionshalle mit 1550 Quadratmetern geplant, hinzu kommen noch gut 440 Quadratmeter Büro- und Sozialräume sowie ein kleines Lager.

Der bisherige Mietvertrag für die Firma in einer Halle im Freiburger Süden laufe aus und da habe man sich entschieden, etwas Eigenes zu bauen, betonte Geschäftsführer Wolfgang Funk. So sei man auf Standortsuche gegangen und in Gottenheim von Anfang an unterstützt worden. Von anderen Gemeinden hingegen habe man gar nichts gehört, so Funk. Die aktuell 26 Mitarbeiter würden sich sehr auf den neuen Standort freuen, hatte doch Kromer bis 2001 seinen Sitz in Umkirch.

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Seine Bewunderung gelte besonders der Firmenphilosophie, lobte Bürgermeister Volker den neuen Gewerbebetrieb, den er als Aufwertung für den Standort Gottenheim ansieht. Aus einer ehemaligen Hanfseilerei sei ein weltweit agierender Familienbetrieb mit über 1100 Mitarbeitern geworden.

Die Geschichte der Firma begann 1868 in Neustadt. Theodor Kromer hatte eine Firma für Spezialschlösser gegründet, die mit vielen Patenten bald weltweit bekannt wurde. 1872 verlagerte sie ihren Sitz nach Freiburg und 1979 nach Umkirch. Die Hebezugsparte wurde 2000 von der "Carl-Stahl-Gruppe" übernommen. Schon 1917 entwickelte die Firma ein System zum Ausgleich von schweren Werkzeugen, die auch Kriegsversehrten ein Arbeiten an den Maschinen ermöglichte. 1966 wurde der erste "Balancer" für die schweren Röntgenmaschinen in der Medizintechnik auf den Markt gebracht. Heute sind "Carl Stahl Kromer"-Produkte in Industrie und Handwerk Standard oder sogar vorgeschrieben.

Autor: schö