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05. März 2011
Neues Clubheim steht im Rohbau
Gottenheims Bürgermeister betont Engagement der Gemeinde.
GOTTENHEIM. Mit dem Richtfest für ihr Clubheim begingen die Verantwortlichen des Sportvereins Gottenheim einen weiteren Schritt in Richtung neues Sportgelände. Kurz zuvor hatten die Mitglieder noch im alten Clubheim ihre Jahreshauptversammlung abgehalten und dabei ihren Vorsitzenden Björn Streicher in seinem Amt bestätigt.
"Nicht zuletzt dank der Hilfe des Sportvereins ist das Clubheim nun deutlich günstiger geworden, und es wird sehr funktional", freute sich Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber, nachdem die Zimmerleute Rainer Schöpflin und Klaus Angerer von der Firma "Holzbau Schätzle" dem Bau mit ihrem Richtspruch alles Gute gewünscht hatten. Das Clubheim sei ein weiterer wichtiger Baustein für die neue Gottenheimer Sportarena, so der Bürgermeister. Von einem langen, steinigen Weg bis hierhin sprach hingegen der Vereinsvorsitzende. Streicher freute sich aber auch, dass man nun sehen könne, was aus den vielen Planungen werde. Man könne bei der Sportplatzverlegung den Terminrahmen in den wichtigsten Teilen einhalten, erklärte Projektsteuerer Markus Biechele, dies gelte auch für das rund 640 000 Euro netto teure Clubheim, dessen Rohbau nun zu besichtigen war.Werbung
Die nun letzte Jahreshauptversammlung im seit Anfang der 1970er Jahre betriebenen Clubheim war mit rund 80 Mitgliedern und Gästen sehr gut besucht, standen doch auch Informationen zu den Bautätigkeiten fürs neue Sportgelände auf dem Programm. Entsprechend enttäuscht zeigten sich die Anwesenden, dass weder Projektsteuerer noch Architekt erschienen waren und daher nicht für Fragen zur Verfügung standen.
Von den zahlreichen Aktivitäten in 2010 berichteten Schriftführerin Sunja Noack und die Leiter der einzelnen Abteilungen. So wurde der Nordic-Walking-Tag erstmals in Eigenregie veranstaltet, außerdem wirkte der Verein am Sommerferienprogramm der Gemeinde und am Hahleraifest mit. Der Vorsitzende betonte außerdem, wie wichtig die Einnahmen des Pfingstturniers für den Club seien.
Von eher durchwachsenem sportlichen Erfolg berichtete der Spielausschussvorsitzende Tobias Hafner. Mit Spielertrainer Jonny Sedicino hofft man nun auf Besserung. Von guten Ergebnissen der elf Jugendmannschaften berichtete Jugendleiter Timo Wiedemann. Es fehle aber an Trainern und Betreuern für den Nachwuchs. Ein besonderer Erfolg war der Wiederaufstieg der Damenauswahl in die Verbandsliga, wie Stefanie Erschig stolz verkündete. Ein neues Pilates-Angebot stellte die fürs Turnen zuständige Anabella Wiloth vor, während Uwe Falk von der Leichtathletikabteilung berichtete. Besonders die Jugendarbeit hob der Vereinsvorsitzende hervor. Immerhin seien 318 der zu Jahresbeginn 818 Mitglieder unter 18 Jahren gewesen, davon 147 in der Turnabteilung, 124 beim Fußball und 47 in der Leichtathletik.
Nach dem Kassenbericht durch Rechner Bernd Kiefer und den Wahlen erläuterte Björn Streicher, warum der SVG als einer der günstigsten Sportvereine in der Region eine Beitragserhöhung brauche. Dem stimmte die Mehrheit der 73 anwesenden Mitglieder zu, nur einer war dagegen, fünf enthielten sich.
In einer weiteren Präsentation versuchte der Vorsitzende dann aufzuzeigen, was der Sportverein alles für die Verlegung des Sportgeländes getan und an finanziellen Mitteln eingebracht habe. Gottenheims Bürgermeister Volker Kieber betonte aber, dass die Gemeinde mehr als 3,2 Millionen Euro in das Projekt stecke und viele Fördermittel vom Land stammten.
Wahlen: Schriftführerin: Sunja Noack; Spielausschuss: nicht besetzt, bisher: Tobias Hafner und Markus Morath, die das Amt kommissarisch weiterführen; Abteilung Damenfußball: Stefanie Erschig; Turnen: Annabella Wiloth; Gymnastik: Elke Selinger; Beisitzer: Joachim Meier, Markus Morath (neu) und Andre Kuhm (neu) für Dieter Merkle und Stefan Wenz; Platzwart: Oliver Poprawa.
Autor: Mario Schöneberg
