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30. März 2011

Nur kleine Änderungen an Straßen

Gottenheimer Gemeinderat behandelt Ergebnisse der Verkehrsschau / Gegen eine "Verpollerung" / Bahnhofstraße für Lkw tabu.

  1. Jede Menge Stellen im Gottenheimer Straßennetz, die Sicherheitsprobleme bereiten, listete die Verkehrsschau auf. Foto: mario schöneberg

GOTTENHEIM. An vielen Stellen in Gottenheim gibt es Probleme bei der Verkehrssicherheit oder zumindest Verbesserungsmöglichkeiten, so meinen viele Bürger und auch die Verwaltung. Daher hat nun vor kurzem eine Verkehrsschau stattgefunden, deren Ergebnisse im Gemeinderat intensiv diskutiert wurden.

20 neuralgische Punkte hatten Bürger, Elternbeiräte, Gemeinderäte und Verwaltung im Ort ausgemacht, an denen es besonders für Fußgänger und Radfahrer gefährlich sein könnte. Bei einer Verkehrsschau mit Verwaltung, Polizei, der unteren Verkehrsbehörde des Landkreises und Elternvertretern wurden Lösungsvorschläge diskutiert. Andreas Schupp vom Bauamt der Gemeinde bearbeitete sie und stellte sie dem Gemeinderat vor.

Punkt eins auf der Liste war die Ausfahrt von der Bergstraße auf die Kreisstraße nach Wasenweiler. Hier sorge die Schallschutzwand dafür, dass der Kreuzungsbereich sowohl für Autofahrer als auch für Radfahrer und Fußgänger, die den Radweg entlang der Kreisstraße nutzen, unübersichtlich werde, so Schupp. Ein Rückbau der Wand um wenige Meter, wie von einem Ratsmitglied vorgeschlagen, gehe nicht, weil sie laut Lärmgutachten so bleiben müssten, wie geplant. Verwaltung und Bürgermeister Volker Kieber schlugen daher versetzte Bügel auf dem Radweg vor, damit gerade Kinder nicht ungebremst die Bergstraße queren. Im Rat wurde dann noch ausgiebig diskutiert, warum wieder die Radfahrer statt der Autofahrer ausgebremst werden sollen, es wurden auch bauliche Veränderungen angeregt, letztlich einigte man sich aber auf die Bügel.

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Ein weiterer Punkt waren unter anderem Vorschläge zur Anbringung von Pollern an Stellen, an denen Fußgänger durch vorbeifahrende LKW selbst auf dem Gehweg gefährdet seien. So an der Ecke Hauptstraße/Bahnhofstraße, in der Bahnhofstraße selbst, wo der Bordstein über weite Strecken abgesenkt ist, in der Kurve zwischen den Bachbrücken und auf Höhe des Seniorenheims. Konsens fanden die Poller aber nur im Bereich des Weges zum Bahnhof an der Ecke zur Hauptstraße und in der Hauptstraße bei den Mühlbachbrücken. Bei weiteren Pollern sahen einige Räte die Gefahr einer zu starken "Verpollerung" der Gemeinde.

Anfreunden konnte sich das Gremium auch mit der Sicherung des Übergangs zum Bahnhof mit einer Ampel und der Aussperrung von LKW aus dem Bahnhofsbereich. Eine generelle Anliegerstraße wurde aber abgelehnt. Haltelinien sollen außerdem die unübersichtliche Kreuzung zwischen Schulstraße und Hintergasse sicherer machen. In der Hintergasse soll es zudem ein Parkverbot im Bereich der Einmündung zur Hauptstraße geben. Weiterhin wird für den Kurvenbereich im Erlenhain die Einzeichnung verbindlicher Parkbuchten vorgeschlagen und beim Zebrastreifen über die Buchheimer Straße soll die gesamte Querungssituation verbessert und behindertengerecht gestaltet werden.

Keine Verbesserung geben werde es hingegen bei der Einmündung der Straße Im Ihringer auf die Hauptstraße und in der Waltershofener Straße. Hier lehne das Landratsamt generell eine Geschwindigkeitsabsenkung oder einen Fußgängerüberweg ab, erläuterte Bürgermeister Kieber. Angenommen wurden hingegen die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereiches im Schulacker und Temporeduzierungen im Ried. Letztlich soll für die Maßnahmen, soweit nötig, der Antrag auf Anordnung beim Landratsamt gestellt werden. Bauamtsleiter Andreas Schupp schätzt die Kosten für die Umsetzung auf rund 3000 Euro.

Autor: Mario Schöneberg