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31. Dezember 2010
Ökostrom für Straßenlampen
Gottenheim geht neue Wege.
GOTTENHEIM (schö). Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung, dass Gottenheim den Strom für die öffentlichen Gebäude und die Straßenbeleuchtung ab dem ersten Februar des kommenden Jahres in Form von Ökostrom von der Freiburger Badenova bezieht.
Der bisherige Versorger der öffentlichen Gebäude, die EWS in Schönau, habe Anfang November mitgeteilt, dass sich der Strompreis ab Januar 2011 erhöhen werde, informierte Bürgermeister Volker Kieber, der sich darüber ärgerte, dass dies so kurzfristig geschehen sei. Zwar beinhalte die Preiserhöhung eine Ausstiegsklausel für die Gemeinde, doch so kurzfristig sei eine Neuausschreibung nicht realisierbar gewesen, erläuterte der Bürgermeister. Insbesondere weil so ein Wechsel mindestens einen Monat vorher bei der Bundesnetzagentur angezeigt werden müsse. So könne der Anbieterwechsel erst zum 1. Februar erfolgen, einen Monat lang werde man daher die Grundversorgung der EnBW in Anspruch nehmen. Auch für die Straßenbeleuchtung, für die noch ein Vertrag mit dem ehemaligen Badenwerk bis Jahresende Gültigkeit habe.
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Man habe nun die EWS, die Badenova und die EnBW um Angebote für den Strom für die öffentlichen Gebäude und die Straßenbeleuchtung gemeinsam gebeten, erläuterte Rechnungsamtsleiter Thomas Barthel. Und dies in den Varianten Ökostrom, Mix und Atomstrom jeweils für drei Jahre.
Angeboten worden seien nur Ökostrom und bei der EnBW auch ein Mix aus verschiedenen Erzeugungsarten. Bezogen auf den bisherigen Verbrauch sei der Mix-Strom etwas günstiger, so Barthel, für nur gut 1000 Euro mehr bekomme man schon den Öko-Strom der Badenova.
Im Gemeinderat wiederum war man sich später einig, dass Gottenheim wie schon beim nun gekündigten Vertrag mit der EWS auf Ökostrom setzen solle, nicht zuletzt auch um generell ein deutliches Zeichen gegen den Atomstrom setzen zu wollen.
Autor: schö
