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19. März 2011
Planie im alten Rebberg soll behutsam ablaufen
Schon brach gefallene Rebgrundstücke bei Gottenheim sollen wieder wirtschaftlich nutzbar gemacht werden.
GOTTENHEIM (schö). Einstimmig erteilte der Gemeinderat dem Antrag eines Landwirts auf eine naturschutzrechtliche Genehmigung für eine Geländeplanie im Gewann "Brastenberg" im alten Rebberg das Einvernehmen.
Durch die Erdarbeiten solle das Gelände so modelliert werden, erläuterte Hauptamtsleiter Ralph Klank, dass die bisher brachliegenden Rebgrundstücke besser maschinell genutzt werden können. Insgesamt fänden dabei Flächenbewegungen auf rund 1800 Quadratmetern Grund statt, ergänzte Bürgermeister Volker Kieber. Bei diesem Umfang sei so ein Vorhaben genehmigungspflichtig. Eine Ortsbesichtigung mit einem Vertreter der Naturschutzbehörde beim Landratsamt hätte ergeben, dass man dem Vorhaben auch zustimmen könne, wenn der Eingriff in die Natur, insbesondere der Wegfall einer kleinen Böschung, ausgeglichen würde. Hierzu sollen südlich des Areals Obstbäume gepflanzt werden.
Sie sei besorgt, weil an anderer Stelle im alten Rebberg schon Flächen ohne Anhörung des Gemeinderates bewegt worden seien, erklärte Birgit Wiloth-Sacherer (SPD) später in der Diskussion. Bei Flächen unter 200 Quadratmetern Größe sei keine Genehmigung notwendig, informierte Hauptamtsleiter Klank. Anschließend gingen die Meinungen auseinander, was wichtiger sei: die Möglichkeit der maschinellen Bearbeitung durch die Winzer oder die Beibehaltung der kleinflächigen Struktur, nicht zuletzt um den touristischen Wert des alten Rebbergs zu erhalten. Andere Ratsmitglieder verwiesen darauf, dass die unbewirtschafteten Grundstücke schnell verwilderten; insbesondere durch wilde Reben drohe die Rückkehr der Reblaus. Letztlich meinte Kieber, man müsse eine Balance finden, zwischen den Interessen des Naturschutzes, des Tourismus’, aber auch der Nutzbarkeit der Grundstücke für die Winzer. Nur so sei der alte Rebberg zu erhalten.
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Autor: schö
