Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
03. Juli 2009
Prinzessin für den Wein aus ganz Baden
Erfolg für Michaela Baldinger
GOTTENHEIM (fri). Michaela Baldinger darf ein weiteres Jahr eine Krone tragen: die 21-jährige Gottenheimerin wurde gestern im Freiburger historischen Kaufhaus zur neuen badischen Weinprinzessin gekürt. Die amtierende Weinprinzessin des Bereichs Kaiserstuhl-Tuniberg wird damit für ein ganzes Jahr den badischen Wein vertreten.
"Es ist wunderbar, fabelhaft, ich bin vollauf zufrieden" sagte Michaela Baldinger, nachdem die gut zweistündige Kür der neuen badischen Weinhoheiten im Kaisersaal vorüber war. Über die neu gewählte Badische Weinkönigin Katja Bohnert fand sie lobende Worte: "Sie wird eine sehr gute Königin" zeigte sie sich überzeugt. Am Vormittag hatten sich die Bewerberinnen im Kaufhaus einer Jury stellen müssen, die mit einer Reihe von Prüfungsaufgaben das weinfachliche Wissen aber auch die Fähigkeiten zum Präsentieren der badischen Weine testeten. Neben Baldinger und Bohnert, der amtierenden Ortenauer Weinprinzessin, kam auch Sabrina Seitz aus Lauda-Königshofen in die Finalrunde, die vor öffentlichem Publikum am Nachmittag im Kaisersaal ausgetragen wurde. Dort fiel dann die Entscheidung in der Kür der Königin zu Gunsten der Ortenauerin. "Fachlich waren sie alle drei versiert, den Ausschlag hat wohl das Auftreten geben" befand der Bereichssprecher des Weinbauverbandes für den Kaiserstuhl, Hanspeter Johner, der auch der Jury angehörte. "Ich bin überzeugt, die bilden ein super Team, die sind alle drei motiviert" fügte er hinzu. Michaela Baldinger bestätigte das: "Die neuen Aufgaben werden vielfältiger werden, wir vertreten nun ja den gesamten badischen Wein". Sie freue sich darauf, "ich stürze mich da voll rein".Werbung
Auch ihre Familie war vor Ort. Vater Werner, der Vorstand der Gottenheimer Winzergenossenschaft kam direkt von der Arbeit, war am Morgen noch in den Reben gewesen. "Das passt", zeigte er sich mit der Wahl zufrieden. Wäre seine Tochter gar Weinkönigin geworden, hätte ihn das natürlich sehr gefreut, aber dann wäre auch ihre Beanspruchung sicher noch größer geworden. Für die Bürokauffrau, die bei der Winzergenossenschaft Jechtingen arbeitet, werde aber die Anstrengung als Weinhoheit durch die vielen Erfahrungen aufgewogen, "sie hat viel davon, das ist toll" befand der Vater. Auch Gottenheim wird etwas abbekommen: "Das ist super, eine echte Überraschung, eine tolle Sache für sie und ganz Gottenheim" freute sich Bürgermeister Volker Kieber, der mit anderen Bürgermeistern im Schwarzwald unterwegs war und telefonisch von der Wahl erfuhr.
Autor: fri
